IFR "Roboter werden eine  Schlüsselrolle in digitalen  Fertigungsumgebungen  spielen." Joe Gemma,  Präsident der International Federation  of Robotics,

„Roboter werden in digitalen Fertigungsumgebungen eine Schlüsselrolle spielen.“ Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics, IFR

„Roboter arbeiten mit höchster Präzision und werden – vernetzt mit dem Internet der Dinge (IoT) – eine Schlüsselrolle in neuen digitalen Fertigungsumgebungen spielen“, sagt Joe Gemma, Präsident der IFR. „Das rasant wachsende Modellangebot erweitert die Einsatzmöglichkeiten für Industrie-Roboter und gibt Betrieben aller Unternehmensgrößen die Chance, flexibel zu automatisieren.“

Industrieroboter im Bestand

Industrie-Roboter weiter im Aufwind: Laut einem Bericht des IFR nimmt die Zahl der mechanischen Helfer weiter zu. Ein Ende ist dabei vorerst nicht in Sicht.

Industrie-Roboter weiter im Aufwind: Laut einem Bericht des IFR nimmt die Zahl der mechanischen Helfer weiter zu. Ein Ende ist dabei vorerst nicht in Sicht. IFR

Bis 2020 erhöht sich laut dem Bericht der weltweite Bestand an Industrie-Robotern von rund 1.828.000 Einheiten (2016) auf 3.053.000 Einheiten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt 14 % (2018 bis 2020). Der operative Roboterbestand in Asien-Australien wird im Jahr 2017 voraussichtlich um 16 %, in Amerika um 9 % und in Europa um 7 Prozent % steigen. In China sind seit 2016 die meisten Industrie-Roboter im Einsatz. Im Jahr 2020 werden es rund 950.300 Einheiten sein, deutlich mehr als in Europa (611.700 Einheiten). Der japanische Roboterbestand wird zwischen 2018 und 2020 nur leicht ansteigen. In Asien insgesamt werden 2020 rund 1,9 Millionen Roboter im Einsatz sein. Dies entspricht nahezu dem weltweiten Roboterbestand von 2016.

Zukunftstrend: Smarte Fabrik

Die IFR ist davon überzeugt, dass Industrie 4.0 eine immer wichtigere Rolle in der globalen Fertigung spielen wird. Indem Hindernisse wie Systemkomplexität und Dateninkompatibilität überwunden werden, integrieren Betriebe Industrie-Roboter in die Produktion mit werksweiten Maschinen- und Systemnetzwerken. Die Roboterhersteller entwickeln und vermarkten bereits heute solche neuen Dienstleistungsmodelle: Diese basieren auf Echtzeitdaten der Roboter; erfasst von Sensoren. Analysten prognostizieren lait IFR zudem einen schnell wachsenden Markt für die Cloud-Robotik: Dabei lassen sich Daten eines Roboters mit Daten von anderen Robotern synchronisieren und miteinander vergleichen. Die Cloud ermöglicht es allen miteinander vernetzten Robotern, die gleichen Aktivitäten auszuführen.

Neue Vermarktungskonzepte

Einige Roboterhersteller denken derzeit über Leasingmodelle nach, um die Akzeptanz bei kleinen- und mittleren Herstellern zu beschleunigen. „Einfachheit“ ist für dieses Marktsegment ein wichtiger Trend. Die anhaltende Nachfrage nach Robotern, die einfacher zu programmieren und zu nutzen sind und der steigende Bedarf nach immer flexiblerer Automation fördert die Entwicklung intelligenter Lösungen. Dies ist vor allem in Branchen gefragt, in denen es an spezialisierten Produktionsingenieuren mangelt. Damit wird es immer wichtiger, einfach zu bedienende Roboter zur Verfügung zu stellen, die sich problemlos in die Standard-Produktionsprozesse einfügen.