OPC Vice President Stefan Hoppe auf der SPS IPC Drives-Pressekonferenz: „Die Eigenschaft, OPC UA mit Profinet, Ethercat oder Powerlink im selben Netzwerk laufen zu lassen, eröffnet völlig neue Möglichkeiten und bildet die Grundlage für Megatrends wie Industrie 4.0 und IIoT.“

OPC Vice President Stefan Hoppe auf der SPS IPC Drives-Pressekonferenz: „Die Eigenschaft, OPC UA mit Profinet, Ethercat oder Powerlink im selben Netzwerk laufen zu lassen, eröffnet völlig neue Möglichkeiten und bildet die Grundlage für Megatrends wie Industrie 4.0 und IIoT.“
Redaktion IEE

„Die Demowand platzt aus allen Nähten“, freut sich Stefan Hoppe in Nürnberg. Auch dass die Integration von OPC UA in die SPS-Runtime Codesys von 3S und in die Steuerungen der Firma Festo abgeschlossen und verfügbar ist. Doch Hoppe fokussiert derzeit vor allem auf Nordamerika, wo es mit MQTT und dem Industrial Internet Consortium einen Gegenspieler gibt. „Doch Big Player wie Honeywell, General Electric und National Instruments pushen OPC UA, nicht nur in den USA sondern weltweit“, so Hoppe. Er ist überzeugt, dass weitere große US-Automatisierungsfirmen OPC UA zügig adaptieren werden. „Der Druck aus dem Markt wird immer größer“, so Hoppe. Emerson habe bereits Produkte für 2016 angekündigt und mit Microsoft sei einer der IT-Giganten sehr aktiv in der technischen OPC-UA-Arbeitsgruppe. Dazu Hoppe: „Microsoft hilft, das Message-Protokoll AMQP als weitere Transportschicht in den bestehenden OPC UA Stack zu integrieren.“ Nach einem Update des UA Stacks können dann alle installierten OPC-UA-Produkte ihre Daten direkt mit Cloud-Systemen austauschen – „ohne dass eine eigene Implementierung mit aufwendiger Security notwendig ist“, zeigt der OPC-Mann einen Vorteil auf.

Partnerschaften mit Profinet, Powerlink und M2M-Alliance beschlossen

Weitere Organisationen nutzen OPC UA als gesicherten Transportkanal, um Interoperabilität zu anderen Systemen zu erlangen. Denn es ist abzusehen, dass die serviceorientierte Architektur von OPC UA ein Baustein für die Entwicklung von Industrie 4.0 sein wird, insbesondere, wenn es um die Kommunikation mit Geräten wie HMI-Stationen über der Controller-Ebene oder um den Transport von Produktionsdaten zur Unternehmens-IT geht, „vor allem in einer Umgebung mit unterschiedlichen Anbietern“, betont Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender der PNO. OPC UA wird zum Bindeglied für die nicht-deterministische Kommunikation. Auch die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) will basierend auf OPC UA eine einheitliche Kommunikationsarchitektur entwickeln: „Die enge Zusammenarbeit unserer beiden Organisationen und Technologien wird unseren Kunden eine nahtlose Kommunikation vom ERP-System bis zur Sensor-Ebene ermöglichen“, sagte EPSG-Geschäftsführer Stefan Schönegger. Ziel der Kooperation mit der M2M-Alliance ist es, eine durchgängige und sichere Kommunikation von der Feldebene bis in die Backend-Systeme zu erarbeiten.

Für die Zukunft gibt sich Hoppe optimistisch: „OPC UA ist im Umfeld von Industrie 4.0 bereits gesetzt. Und mit den technologisch getriebenen Erweiterungen wie der Publisher/Subscriber-Kommunikation und AMQP hat OPC UA das Potenzial, ein weltweit akzeptierter Standard für das IIoT zu werden.“