Schützt dank Protection2-Konzept zuverlässig vor Spannungseinbrüchen: Das Pisa10-Modul.

Schützt dank Protection2-Konzept zuverlässig vor Spannungseinbrüchen: Das Pisa10-Modul.

Protect-Interrupt-Secure-Assist oder kurz Pisa genannt, ist die neue Entwicklung aus dem Hause Puls. Was verbirgt sich dahinter? „Wenn’s von Puls kommt, muss es auch mit dem Buchstaben P beginnen“, scherzt Bernhard Erdl, Geschäftsführer des Münchner Stromversorgungsherstellers. Bei Pisa­10 handelt sich um ein Schutzmodul zur Absicherung von 24-Volt-Laststromkreisen, das im Falle eines Fehlers unterbricht und den Anwender bei der Fehlersuche unterstützt. Bisher kamen zwei Varianten für den Schutz zum Einsatz: Einmal der klassische Leitungsschutzschalter, der allerdings nicht vor Spannungseinbrüchen schützt und zum Anderen die elektronische Sicherung, die nicht nur teuer ist, sondern auch eine Überdimensionierung der Stromversorgung nach sich zieht sowie bei Einschaltstromspitzen empfindlich reagiert. Was also tun?

Zwei Schutzmechanismen in einem Gerät vereinen

Die Lösung ist das so genannte Protection-hoch-Zwei-Konzept, eine einfache, aber wirksame Idee, die die Münchner zum Patent angemeldet haben. Das Modul bietet doppelten Schutz – es verhindert einmal Spannungseinbrüche durch eine direkte Überwachung der Versorgungsspannung. Darüber hinaus vermeidet es die Überlastung dünner Leitungen durch eine Überwachung der Kanalströme. Wie funktioniert es? Der erste Schutz verhindert den Spannungseinbruch auf der Versorgung durch ein so genanntes Schutzschild zwischen Stromversorgung und Störer. Bei dem Schutzschild im Modul handelt es sich um eine spannungsabhängige Stromregelung. Diese arbeitet wie ein regelbares Ventil und lässt nur so viel Strom durch, dass die Versorgungsspannung nicht unter 21 Volt abfällt. Dabei wird kritischen Verbrauchern, wie Steuerungen, Sensoren, Sicherheitsschaltkreise oder Messgeräte, die höchste Versorgungspriorität zuteil, sie werden direkt an die Stromversorgung angeschlossen. Alle anderen Verbraucher werden hinter dem Schutzschild angeschlossen. Zum Schutz dünner Leitungen verteilt das Pisa-Modul den Strom auf vier stromüberwachte Ausgänge. Jeder Ausgang besitzt eine eingelötete Schmelzsicherung. Dabei reagiert die elektronische Stromüberwachung und Abschaltung immer schneller als die Schmelzsicherung ansprechen kann. Für die vier Ausgänge gibt es ein gemeinsames Abschalt­element.

Neben dem doppelten Schutz überzeugt das Pisa-Modul mit weiteren Vorteilen: So ist beispielsweise eine Überdimensionierung von Netzgeräten nicht mehr nötig, was nicht nur Platz sondern auch Gesamtsystemkosten spart. Das kompakte 45 Millimeter breite Gerät ist einfach und leicht anzuwenden: „Unser Ziel war es, ein einfaches und intuitiv zu bedienendes Gerät zu entwickeln“, betont Michael Raspotnig, Produktmanager für Pisa. „Schließlich soll sich der Anwender nicht erst durch ein 137 Seiten langes Manual durcharbeiten müssen.“ So zeigt beispielsweise eine rote LED einen fehlerhaften Stromkreis an, der sich schnell beheben lässt. Die Pisa10-Module sind laut Hersteller nur der Anfang, Entwicklungspotenzial sei reichlich vorhanden. (eck)