"Wir liegen mit unserem Ziel, Voith als maßgeblichen Gestalter der digitalen Industrie zu positionieren, voll im Plan“, erklärte Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Voith auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

„Wir liegen mit unserem Ziel, Voith als maßgeblichen Gestalter der digitalen Industrie zu positionieren, voll im Plan“, erklärte Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Voith auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Voith

Rund 100 Millionen Euro strömten im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Entwicklung digitaler Produkte und Services, zusätzlich zu den rund 225 Millionen Euro an Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Konzerns. Im jetzt angelaufenen Geschäftsjahr 2017 sollen erneut 100 Millionen Euro in digitale Produkte und Services (Industrie 4.0-Technik) investiert werden.
Parallel zum Aufbau des Konzernbereichs Digital Solutions mit heute 1.400 Mitarbeitern (von insgesamt mehr als 19.000) hat das Familienunternehmen im vergangenen Geschäftsjahr an der Erweiterung seines digitalen Angebotsportfolios gearbeitet. So startete die Digital-Sparte im März in den USA den weltweit ersten digitalen Marktplatz für Altpapier. Daneben arbeitet Digital Solutions zusammen mit den drei angestammten Konzernbereichen – Hydro, Paper und Turbo – an einer Vielzahl von Inkubationsprojekten. Die ersten Anwendungen werden im Frühjahr 2018 auf den Markt kommen. „Wir liegen mit unserem Ziel, Voith als maßgeblichen Gestalter der digitalen Industrie zu positionieren, voll im Plan“, erklärte Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung.
Im Rahmen seiner digitalen Agenda hat der Maschinen- und Anlagenbaukonzern zudem mit dem Mehrheitserwerb an der Digitalagentur Ray Sono einen ersten Zukauf in diesem Bereich getätigt. Ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Voith in Berlin ein eigenes Innovation Lab gegründet. Mit Methoden wie etwa Design Thinking oder Scrum wird die neue Einheit den gesamten Innovationsprozess des Unternehmens künftig unterstützen.

Im Konzernbereich Voith Turbo will sich das Unternehmen zu einem Systemanbieter für elektrische Antriebe und digitale Fahrzeug- und Flottenmanagement-Systeme entwickeln. Im  Bild der Elektrobus Solaris Urbino 12 mit einem Antriebsstrang von Voith. obs/Voith

Im Konzernbereich Voith Turbo will sich das Unternehmen zu einem Systemanbieter für elektrische Antriebe und digitale Fahrzeug- und Flottenmanagement-Systeme entwickeln. Im Bild der Elektrobus Solaris Urbino 12 mit einem Antriebsstrang von Voith. obs/Voith

Der Konzernbereich Turbo legte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine strategische Roadmap zur Erschließung des Marktes für Elektroantriebe vor. Im Bereich Elektromobilität will sich das Unternehmen in den kommenden Jahren zu einem Systemanbieter für elektrische Antriebe und digitale Fahrzeug- und Flottenmanagement-Systeme entwickeln. Ein eigener, vollelektrischer Antrieb für Busse und ein dynamisches Flottenmanagementsystem sollen im Rahmen der IAA-Nutzfahrzeugmesse 2018 erstmals dem Fachpublikum vorgestellt werden.

Geschäftsbilanz 2016/17

Voith hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Umsatz von 4,2 Milliarden Euro das Vorjahresniveau erreicht. Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte durch den Verkauf der Kuka-Anteile 596 Millionen Euro, nach 29 Millionen Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang verbesserte sich um 6,3 % auf 4,4 Milliarden Euro.Der Konzernbereich Hydro blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2016/17 zurück, in dem sich Umsatz und Betriebsergebnis weiterhin auf hohem Niveau bewegten und die Rendite leicht verbessert werden konnte. Bei Paper hat sich die im vergangenen Geschäftsjahr eingeleitete Trendwende bestätigt. In einem verbesserten Marktumfeld steigerte der Konzernbereich seinen Auftragseingang um 24 % deutlich, seinen Umsatz leicht. Wachstumstreiber war das deutlich verbesserte Projektgeschäft (Neuanlagen und Großumbauten). Turbo entwickelte sich in einem in großen Teilen weiterhin herausfordernden Marktumfeld zufriedenstellend. Umsatz und Betriebsergebnis sind, wie erwartet, infolge der gesunkenen Auftragseingänge der Vorjahre zurückgegangen. Dagegen übertraf der Auftragseingang mit einem deutlichen Zuwachs die Erwartungen.
Der neue Konzernbereich Digital Solutions wurde für das Geschäftsjahr 2016/17 erstmals als eigenständiges Segment ausgewiesen. Allerdings wird der überwiegende Teil des durch Digital Solutions generierten Geschäfts in den Umsätzen der Kernbereiche dargestellt, da Digital Solutions als Querschnittsfunktion die digitalen Geschäfte sämtlicher Konzernbereiche vorantreibt. Die neue Einheit, in der das gesamte Know-how des Konzerns in den Bereichen Automation, IT, Software, Data Analytics und Sensorik zentral gebündelt ist, entwickelte sich planmäßig. Das Betriebsergebnis von Voith Digital Solutions war wie zu erwarten negativ; es war durch die hohen Aufbaukosten geprägt.