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Fraunhofer-IWU

Fraunhofer-IWU: Technologien zur exakten Positionsbestimmung von Objekten im Raum kommen überall zum Einsatz, wenn Sicherheitsbereiche sowie Produktions- und Logistikabläufe genau zu überwachen sind. Konventionelle Systeme zum maschinellen Sehen bestimmen zwar die Positionen einzelner Objekte, unterscheiden sie allerdings nicht voneinander. Das IWU hat eine Softwarelösung zum 3D-maschinellen Sehen entwickelt, die der Funktionsweise des menschlichen Auges nachempfunden ist. Das lernfähige System verzichtet auf Abtasttechnik mit Laser- bzw. Infrarotstrahlung und arbeitet stattdessen ausschließlich mit Stereofarbkameras. Aus den gewonnenen Daten werden 3D-Griffpositionen und -lagen für Roboter generiert und in Echtzeit der Maschinensteuerung übergeben. So lassen sich Objekte durch die Fabrik verfolgen und Kollisionen vermeiden. Die Software erkennt dabei nicht nur die Position, sondern auch um welches Objekt es sich handelt. Außerdem hat das Institut ein Konzept für Festkörperaktoren basierend auf FGL-Drähten (Formgedächtnislegierungen) entwickelt, die Antrieb und Führung in einem einfachen Draht zusammenfassen. Hierzu wurde ein Winkelversatz zwischen Draht und Bewegungsrichtung des Aktors genutzt. Die damit einhergehende Aufteilung der Drahtkraft in eine Längs- und eine Querkomponente verleiht dem System die benötigte Steifigkeit in alle Raumrichtungen. Die räumliche Drahtanordnung ermöglicht es, auf Führungselemente zu verzichten und zusätzlich verschiedene Bewegungsgeometrien zu realisieren. So entstehen sowohl rotatorische als auch lineare Aktoren, die sich durch sehr geringes Gewicht und hohe Energiedichten auszeichnen. Ein Linearaktor kann etwa bei nur 42 g Eigengewicht eine Masse von 5 kg anheben.

Hannover-Messe 2015, Halle 5, Stand B13