Gut zwei Drittel sehen sich vor Hacker-Angriffen nicht ausreichend geschützt. Unbestritten positiv bewertet dagegen eine große Mehrheit die verbesserten Warnsysteme vernetzter Fahrzeuge im Straßenverkehr. 85 Prozent halten beispielsweise das schnelle Melden von Unfall- oder Gefahrenstellen für wichtig. Das zeigt die aktuelle Umfrage von CSC namens „Autos der Zukunft – Connected Cars 2015“. Dafür befragte der Paneldienstleister Toluna im Auftrag von CSC 1.500 Verbraucher in Deutschland (1.000), Österreich (250) und der Schweiz (250).

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CSC

Die neuen Sicherheitsfunktionen vernetzter Autos stehen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Neben der Unfallwarnung soll die Online-Navigation Staus rechtzeitig umfahren – das wünschen sich 75 Prozent der Bundesbürger. Zudem setzen die Verkehrsteilnehmer auf Echtzeit-Kommunikation zwischen den Fahrzeugen, damit künftig beispielsweise Grünphasen der Ampeln automatisch auf den tatsächlichen Verkehrsfluss angepasst werden (71 Prozent).

Das von den Autoherstellern entwickelte Infotainment sehen sie dagegen reservierter. Stein des Anstoßes ist offenbar der Bedienkomfort: Knapp jeder zweite Autofahrer findet die Handhabung des Infotainments zu wenig intuitiv. Die gute Mehrheit bemängelt zudem, durch die Systeme vom Straßenverkehr abgelenkt zu sein. Zwei Drittel der Autofahrer wollen daher zentrale Anwendungen künftig gerne per Sprache steuern. Die Anzeige über per HUD eingespiegelte Daten in der Windschutzscheibe begrüßen 52 Prozent ebenfalls als hilfreich, weil sie so den Blick immer auf der Fahrbahn haben. Die Einarbeitung, um sich mit dem Infotainment-System des Autos vertraut zu machen, bemängeln die Verbraucher in der Regel nicht, denn 62 Prozent halten den Lernaufwand für angemessen.

„Das vernetzte Auto der Zukunft hat bei den Verbrauchern in Deutschland bereits eine bemerkenswert gute Marktakzeptanz erreicht“, kommentiert Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. „Wie unsere Umfrage zeigt, sollten sich die Autobauer bei der Fortentwicklung des vernetzten Autos jedoch verstärkt auf zentrale Fragen der IT-Sicherheit und den softwareunterstützten Bedienkomfort konzentrieren.“