Bei dem Zwei-Kreislauf-System wird das Material im oberen Teil des Behälters durch erhitzte Umgebungsluft soweit erwärmt, dass für den Trocknungsprozess nur noch 30 % des ursprünglichen Druckluftverbrauchs notwendig sind.

Bei dem Zwei-Kreislauf-System wird das Material im oberen Teil des Behälters durch erhitzte Umgebungsluft soweit erwärmt, dass für den Trocknungsprozess nur noch 30 % des ursprünglichen Druckluftverbrauchs notwendig sind. Farragtech

Das Unternehmen Farragtech setzt das Verfahren bereits für Behälter mit bis zu 3 500 l Fassungsvermögen ein und hat es nun für kompaktere Volumen von 40 bis 375 l weiterentwickelt.

Während bei Einkreis-Drucklufttrocknern die meiste Luft benötigt wird, um das Material im oberen Teil des Behälters gleichmäßig zu erwärmen, nutzt das Unternehmen in einem Sekundärkreislauf erhitzte Umgebungsluft, die quasi nichts kostet und ebenso geeignet ist. Dabei erhöht sich der Feuchtigkeitsdruck in den Kapillaren des Granulats und die Wassermoleküle werden aus dem Kern zur Oberfläche getrieben. Den eigentlichen Entfeuchtungsvorgang übernimmt die über den Prozesskreis zugeführte Druckluft. Da das Material jedoch bereits vorgeheizt ist, wird nur noch vergleichsweise wenig Druckluft benötigt, um das Granulat auf geringe Restfeuchten zu trocknen.

Vielseitige Steuerungsmöglichkeiten

Auf einem Gestell montiert nehmen die Behälter nicht mehr als 0,7 m² Grundfläche ein. Auch die direkte Montage auf einem Extruder ist bei einer entsprechenden Produktionsmaschine möglich.

Um die Energieeffizienz zu steigern, werden sowohl das Gebläse im Sekundärkreis als auch das Proportionalventil im Prozesskreis entsprechend der tatsächlichen Materialanforderung über die eigens entwickelte Mikroprozessorsteuerung FIT (Farragtech Intelligent Terminal) kontinuierlich geregelt. Dadurch werden im Fall von geringer Auslastung Kosten für Heizenergie und Druckluft gespart. Zur Bedienung muss im Vorfeld nur die Temperatur eingestellt werden. Die Eingabe erfolgt über eine vollgrafische Anzeige am FIT. Zur Verfügung stehen Funktionen wie verschiedene Modi für eine materialschonende Trocknung und Vermeidung von Degradation oder ein Easy-Modus, der nur tatsächlich benötigte Parameter einblendet. Die Regulierung selbst läuft vollautomatisch ab.

Trockner der Serie Card M

Trockner der Serie Card M Farragtech

Über Schnittstellen wie RS-232, TTY, RS-485, CAN-Bus und Ethernet lässt sich der Trockner zudem aus der Ferne bedienen und beispielsweise an die Produktionsmaschine koppeln. Die Einstellungen werden in diesem Fall an der Verarbeitungsmaschine vorgenommen. Die Bedienung am Granulattrockner ist währenddessen gesperrt und erst bei Unterbrechung der Verbindung wieder freigegeben. Bei Vergabe einer entsprechenden IP-Adresse lässt sich über das Internet auf die Prozessdaten zugreifen.

Aussteller K 2016: Halle 12, Stand F39-3