Lassen Sie mich gleich zu Beginn meine allerbesten Wünsche zu diesem wirklich beeindruckenden Jubiläum aussprechen. Die ELEKTRONIKSCHAU hat eine an Dynamik kaum überbietbare Branche nunmehr durch ein dreiviertel Jahrhundert ihrer Geschichte begleitet und war für Anwender ebenso wie für Anbieter wertvolle und unentbehrliche Lektüre und Wissensquelle. Es ist wahrscheinlich kaum übertrieben, wenn man die Elektronik zu den prägenden Technologien des letzten Jahrhunderts zählt. Es ist wahrscheinlich auch nicht übertrieben zu behaupten, dass die heute exponentielle Entwicklung des menschlichen Wissens die Handschrift der Elektronik trägt. Denken wir nur an die unendliche Fülle der Anwendungen der Mikroelektronik, die sich ihren festen Platz im Alltag, aber auch in den ökonomischen Strukturen der Industriestaaten erobert hat. Das Unternehmen, dem ich vorstehe, zählt zu seinen Kernkompetenzen die Mikroelektronik in den vielfältigsten Anwendungsbereichen – von der Kommunikations- und Informationstechnik bis zur Steuerungstechnik, von der Automatisierungstechnik bis zur Unterhaltungselektronik.

Eine Fokussierung auf diese, wie ich meine, Schlüsseltechnologie ist auch ohne Zweifel die einzige Art und Weise, in der sich eine entwickelte Volkswirtschaft wie Österreich positionieren kann. Denn wir werden uns unsere gute Position in der Gruppe der Industrieländer nur dann bewahren können, wenn wir auf dem Gebiet der hochwertigen Wertschöpfungen wettbewerbsfähig sind. Leistungen der Vergangenheit – so wertvoll sie auch gewesen sein mögen – verlieren angesichts der enormen Veränderungs-geschwindigkeiten rasant an Wert und Einfluss. Tatsache ist, dass die Zukunft keine Fortsetzung der Vergangenheit sein wird, sondern vielmehr täglich aufs Neue gewonnen werden muss.

Zitat

Meine Vision von den Möglichkeiten der neuen Technologien ist, dass vielleicht einmal mehr als bloß eine Milliarde Menschen von insgesamt sechs Milliarden an unserem globalen Wirtschaftssystem teilhaben kann.

Mit der Elektronik haben wir ein Instrument an der Hand, dieses „Morgen“ zu gewinnen. Auf kaum einem anderen Markt ist die Dynamik so groß wie hier, kaum anderswo herrscht ein so rasantes „Kommen und Gehen“, kaum anderswo findet man so viel geballte Innovation und wird einem die Grenzenlosigkeit menschlicher Kreativität so wunderbar vor Augen geführt.

Die Elektronik als wesentlicher Baustein der Informationsgesellschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht unwesentlich zu unserem heutigen Wohlstand beigetragen. Meine Vision von den Möglichkeiten der neuen Technologien ist, dass vielleicht einmal mehr als bloß eine Milliarde Menschen von insgesamt sechs Milliarden an unserem globalen Wirtschaftssystem teilhaben kann. In dieser Vision sehe ich jedenfalls die Elektronik ganz oben. Ganz oben hoffe – und erwarte – ich auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die „ELEKTRONIKSCHAU“, der ich hiemit nochmals alles Gute zu ihrem Geburtstag wünschen möchte.