Von links: Christian Leicher, geschäftsführender Gesellschafter und Michael Vohrer, Vorsitzender der Rohde & Schwarz-Geschäftsführung bei der Vorstellung des Jahresergebnisses.

Von links: Christian Leicher, geschäftsführender Gesellschafter und Michael Vohrer, Vorsitzender der Rohde & Schwarz-Geschäftsführung bei der Vorstellung des Jahresergebnisses.

Mit 1,4 Mrd. Euro hat Rohde & Schwarz im vergangenen Geschäftsjahr (Juli 2007 – Juni 2008) einen mit dem Vorjahr vergleichbaren Umsatz erzielt. Im schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeld konnte das Unternehmen vor allem in der Mess- und Rundfunktechnik mehr Geräte verkaufen. Insgesamt setzt der Elektronikkonzern auf vier Standbeine: Messtechnik, Sichere Kommunikation, Rundfunktechnik sowie Funküberwachung und -ortung. Die Messtechnik hat dabei 700 Mio. Euro den größten Anteil. „Unser Ziel ist es“, so Geschäftsführer Michael Vohrer, „weiter Marktanteile in allen Geschäftsbereichen zu gewinnen.“ Auch der internationale Ausbau schreitet voran. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr ein neues regionales Headquarter in Singapur errichtet.

?“Ein Unternehmen wie Rohde & Schwarz lebt von Innovationen. Deshalb haben wir im letzten Geschäftsjahr rund 16 Prozent unseres Umsatzes wieder in die Entwicklung investiert“, so Vohrer. Die Herstellkosten befinden sich auf einem international wettbewerbsfähigen Niveau. Der Personalaufbau auf 7500 Mitarbeiter – mit rund 220 neu geschaffenen Stellen im letzten Geschäftjahr – ist ein weiterer Baustein für künftige Erfolge. Die derzeitige Situation am Markt kommentiert der Vorsitzende der Geschäftsführung wie folgt: „Die gesamte Wirtschaft befindet sich derzeit in einer schwierigen Situation, in der es wichtig ist, unternehmerische Vorsicht walten zu lassen. Dies gilt auch für Rohde & Schwarz. Daher beobachten wir genau, was am Markt passiert und setzen auf eine Mischung aus wachstumsfördernden und kostensenkenden Maßnahmen.“ Insgesamt sei das Unternehmen jedoch für die Zukunft gut aufgestellt.

Rohde & Schwarz wurde in diesem Jahr 75 Jahre alt. Dr. Hermann Schwarz und Dr. Lothar Rohde meldeten die Firma am 17.11.1933 an. Auch heute noch befindet sie sich im Familienbesitz. Friedrich Schwarz, Sohn einer der Firmengründer und bis 2005 Vorsitzender der Geschäftsführung, sieht die Zukunft des Unternehmens optimistisch: „Wir adressieren zwei Grundbedürfnisse der Menschen, die nach Kommunikation und Mobilität. Diese wird es auch in 25 Jahre noch geben.“ Und er ergänzte auf der 75-Jahr-Feier, an der als Ehrengäste auch die Ehefrauen der Firmengründer teilnahmen, süffisant, dass in der heutigen Lage ein Unternehmen wie z.B. Rohde & Schwarz auch darauf achten sollte, mit welchen Banken es zusammenarbeitet. Kein Zweifel also, dass Rohde & Schwarz auch die 100-Jahr-Feier als Familienunternehmen bestreiten wird.(jj)