75 Jahre …

… und kein bisschen leise – so lautet unser Titel zur Chronik der ELEKTRONIKSCHAU. Begeben Sie sich mit uns, beginnend ab Seite 53, auf eine Zeitreise, die am 5. Dezember 1924 startet und eine unglaubliche, anhaltende Dynamik widerspiegelt. Waren es Anfangs die Röhrenempfänger und ein paar Jahre später das Fernsehen, die den Großteil der Seiten der ES-Ahnen RADIOAMATUER und RADIOTECHNIK füllten, so begann am 23. Dezember 1947 eine neue Epoche – der Transistor erblickte das „Licht der Welt“ und binnen Jahren war nichts mehr so wie es einmal war! Ein Foto des ersten Transistors finden Sie neben zahlreichen anderen Highlights in unserem Rückblick, den Martin Reichhardt für Sie recherchierte.
Die umfangreichen Vorbereitungen zu dieser Ausgabe haben uns nicht nur schlaflose Nächte bereitet, sondern auch wissenswertes über die Entwicklung eines Mediums und deren Inhalte vermittelt. So erfüllt uns zum Beispiel die Erkenntnis, dass Prof. Dr. Heinz Zemanek in den fünfziger Jahren eine ganze Reihe von Artikeln in der Österreichischen RADIOSCHAU schrieb, nachhaltig mit Stolz. Prof. Zemanek erlangte mit einem der ersten volltransistorisierten Computer – genannt „Mailüfterl“ – Weltruhm. Wenn alles klappt, wird die Zusammenarbeit mit Prof. Zemanek schon bald eine Fortsetzung finden.
Unser freier Mitarbeiter Dipl.-Ing. Klaus H. Knapp, den ebenfalls schon Jahrzehnte mit der ELEKTRONIKSCHAU verbinden, durchleuchtet in seinem Jubiläumsbeitrag „Und über allem schwebt die Idee“ die Entwicklung der Elektronik mit interessanten Prognosen in die Zukunft. Ein Beitrag, der klingende Namen wie Konrad Zuse (erster Computer), Jack Kilby (erster IC) und Gordon Moore (Moore´sche Gesetz) unter ein Dach bringt.
Ing. Otfried Rieger, unser Spezialist zum Thema Außenhandel von Halbleiter-Bauelementen, zieht in seinem sehr persönlichen Beitrag „Ein halbes Jahrhundert mit der ES“ Bilanz über eine Kooperation die nun schon sage und schreibe 53 Jahre andauert.
Trotz der interessanten Recherchen in vergangene Jahrzehnte haben wir die aktuellen Trends und Entwicklungen nicht aus dem Auge gelassen und zusätzlich ein „normales“ Heft mit dem Schwerpunkt-Thema EMV/CE-Kennzeichnung produziert. Die Beiträge zum Schwerpunkt (ab Seite 88) beweisen einmal mehr, dass die EMV-Problematik nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat.

All das und noch vieles mehr finden Sie in diesem 132 Seiten starken Jubiläumsheft. Eine Ausgabe, die einmal mehr beweist, dass wir in den letzten 75 Jahren nicht leiser wurden oder in Zukunft zu werden gedenken. Wir sehen es als gutes Zeichen mit einem so vielfältigen und umfangreichen Heft ins Jahr 2000 zu starten und hoffen, dass Sie beim Lesen die selbe Freude empfinden die uns die Produktion und Recherche bereitete, meint das Team der ES und Ihr

Wolfgang Stabauer