Der Quarter-Brick PIM-Wandler PIM4710PD für Hochleistungs-ATCA-Server-Anwendungen.

Der Quarter-Brick PIM-Wandler PIM4710PD für Hochleistungs-ATCA-Server-Anwendungen. Ericsson Power Modules

Bis zu 1080 W lassen sich bei 54 V Eingangsspannung erzielen. Das 3E-Power-Interface-Modul (PIM) PIM4710PD von Ericsson Power Moduls entspricht dem Standard-Quarter-Brick-Format mit den Abmessungen 57,9 mm × 36,8 mm × 21,33 mm (2,28 × 1,45 × 0,84 Zoll) und vereinfacht das Design in Blade-Server-Anwendungen, die auf ATCA- und PICMG-3.7-Systemen basieren. Geeignet ist das Modul auch für Server und Massenspeicher in industriellen, Tele- und Datenkommunikations-Anwendungen, die verteilte Stromversorgungs- oder Intermediate-Bus-Spannungsarchitekturen verwenden.

Basierend auf einem störungsarmen (Low-EMI) Design sorgt das Modul für geringen externen Filterbedarf. Dabei werden die EMV-Standards nach CISPR-Klasse B erfüllt, wie sie für IKT-Systeme erforderlich sind. Zudem bietet das Modul sehr gute Ripple- und Störungswerte sowie ein vereinfachtes Schaltkreisdesign, das die Anzahl der Bauteile und die Systemkosten verringert.

Von 36 bis 75 V erstreckt sich der Eingangsspannungsbereich. Weiterhin bietet das Modul eine Ausgangsleistung von 1080 W bei 54 V, 960 W bei 48 V und 780 W bei 39 V Eingangsspannung. Ein Wirkungsgrad von bis zu 98,8 % bei 780 W (Haupteinheit) führt zu geringeren Strom- und Kühlkosten. Bei einem Betrieb mit 15 A (typisch) Ausgangsstrom bei 82 °C erfordert es einen Luftstrom von lediglich 1,5 m/s (300 LFM).

Über seine I2C/PMBus-Schnittstelle bietet es eine integrierte digitale Überwachung und umfangreiche Energieüberwachungsfunktionen. Hinzu kommen eine integrierte Hot-Swap-Funktion sowie Hold-up-Charge- und Discharge-Management. Die Eingänge enthalten duale Einspeisung mit OR’ing-Funktion und „Enable“-Signalisierung.

Zu den Schutzfunktionen zählt Schutz gegen Eingangstransienten, Verpolung, Übertemperatur, Überstrom, unzureichende Spannung am Eingang und zu hohe Einschaltströme. Um Prozessoren und andere Halbleiterbausteine wie FPGAs zu schützen, kann das Modul mit einer geregelten Abschaltprozedur programmiert werden. Diese Funktion deaktiviert den Power-Good-Pin, was dazu führt, dass die Eingangsleistung unter ihren zugewiesenen Wert fällt.

Zu den weiteren Spezifikationen zählen: Ausgangsleistungsmanagement mit 3,3 V bis zu 7 A; eine MTBF von 2,66 Millionen Stunden, entsprechend Telcordia SR-332 Ausgabe 2, Methode 1; und eine Isolationsspannung von 2250 VDC, die dem neuesten Sicherheitsstandard nach IEC/EN/UL62368-1 entspricht.

Electronica 2016: Halle A4, Stand 260