Die 8-Bit-Mikrocontroller-Familie PIC16(L)F170X/171X besitzt unter anderem die Möglichkeit des Peripheral-Pin-Selects.

Die 8-Bit-Mikrocontroller-Familie PIC16(L)F170X/171X besitzt unter anderem die Möglichkeit des Peripheral-Pin-Selects.Microchip

Die elf Mitglieder zählende verfügt jeweils über zwei Operationsverstärker zur Ansteuerung analoger Regelschleifen sowie für die Sensorverstärkung samt Signalaufbereitung und wird in 14-, 20-, 28- und 40/44-poligen Gehäusen angeboten. Die MCUs besitzen Nullduchgangserkennung (ZCD) zur Vereinfachung von Triacansteuerungen und zur Minimierung elektromagnetischer Störungen. Es handelt sich zudem um die ersten PIC16-MCUs mit Peripheral-Pin-Select, das dem Designer die Belegung der digitalen I/O-Anschlüsse der Peripherie je nach Bedarf und für bestimmte Funktionen ermöglicht.

Die MCU-Familie bietet zudem kernunabhängige Peripheriefunktionen (CIP) wie konfigurierbare Logikzelle (CLC), komplementären Ausgangsgenerator (COG) und numerisch gesteuerten Oszillator (NCO). Diese autarken Peripherien heben die Leistungsfähigkeit der 8-Bit-PIC-MCU auf eine neue Ebene, da sie die ihnen zugewiesenen Aufgaben ohne Code oder Überwachung durch die CPU während des laufenden Betriebs erledigen können. Das Ergebnis ist eine einfachere Implementation komplexer Regelsysteme, sodass dem Designer mehr Freiraum für Innovationen bleibt.

Die konfigurierbare Logikzelle (CLC) ermöglicht es dem Designer, eine maßgeschneiderte Logik und entsprechende Verbindungen für seine spezielle Anwendung zu kreieren, Funktionen hinzuzufügen und gleichzeitig externe Komponenten und Programmspeicher zu sparen. Als komplementärer Ausgangsgenerator (COG) wurde ein Funktionsgenerator eingesetzt, der komplementäre Signale mit Feineinstellung von Phase, Totzeit, Austastung sowie Notabschaltung und Strategien zur Fehlerbehebung generiert. Damit wurde eine kosteneffektive Lösung zur Einsparung von Platinenplatz und Komponenten geschaffen, die für die Ansteuerung von FETs in Halb- und Vollbrückentreibern zur Regelung von Leistungswandlern vorgesehen ist. Der numerisch gesteuerte Oszillator (NCO) arbeitet als programmierbarer linearer Präzisionsgenerator für Frequenzen von weniger 1 Hz bis über 500 kHz und ist besonders für vereinfachte Designs prädestiniert, die eine präzise lineare Frequenzregelung erfordern, wie bei Beleuchtungsanlagen, Tongeneratoren, HF-Abstimmkreisen und Vorschaltgeräten für Leuchtstofflampen.

Die MCUs besitzen bis zu 28 KByte selbstlesende/-schreibende Flash-Programmspeicher, bis zu 2 KByte RAM, einen 10-Bit-ADC, einen 5-/8-Bit-DAC, Capture-Compare-PWM-Module, selbstständige 10-Bit-PWM-Module und Hochgeschwindigkeitskomparatoren mit 60 ns Ansprechzeit (typisch) sowie zusätzliche EUSART-, I2C- und SPI-Peripherie. Darüber hinaus sind sie in XLP-Technologie mit typischen Ruhe- und Arbeitsströmen von 35 µA/MHz beziehungsweise 30 nA zur Verlängerung der Batterielebensdauer und Reduzierung des Standby-Verbrauchs ausgeführt.