ABB hat von der Kraftwerke Linth Limmern AG (KLL) einen Auftrag über 32 Millionen Schweizer Franken für die Lieferung von zwei Unterstationen und zusätzlicher elektrotechnischer Ausrüstung für die Anlage Tierfehd des Speicherkraftwerkes Linth-Limmern erhalten. Der im zweiten Quartal verbuchte Auftrag wird bei ABB Schweiz arbeitswirksam. Die elektrischen Anlagen Tierfehd im Kanton Glarus müssen bis Ende 2011 erneuert und erweitert werden. ABB liefert und installiert für die Hochspannung eine 220 kV- und eine 50 kV GIS-Schaltanlage, Freiluftkomponenten sowie die komplette Stationsautomatisierung. Für die Sicherung des Eigenbedarfs werden Transformatoren, Niederspannungsanlagen und eine Notstromanlage geliefert. „Die Technologie von ABB hilft dabei, das regionale Netz zu stabilisieren und die erzeugte Energie in der Schweiz besser zu nutzen“, erklärt Peter Leupp, Leiter der Division Energietechniksysteme. „Dieser Auftrag ist ein gutes Beispiel dafür, wie ABB auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Lösungen für erneuerbare Energien anbietet.“ Die Kraftwerke Linth-Limmern AG, an denen der Kanton Glarus und die Axpo-Tochter Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK) beteiligt sind, produzieren pro Jahr rund 460 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Bis 2015 erstellen sie in der Nähe von Linthal ein neues Pumpspeicherkraftwerk 600 Meter tief im Berginnern. Dieses wird eine Pump- bzw. Turbinenleistung von 1000 Megawatt erreichen. Pumpspeicherkraftwerke können schnell auf den schwankenden Tagesbedarf an Strom reagieren und bieten eine gute Möglichkeit, grosse Mengen an Energie zu speichern. Bei geringer Stromnachfrage wird Wasser von einem unteren Staussee oder Ausgleichsbecken in einen höher gelegenen Stausee gepumpt und dort gespeichert. Nimmt der Bedarf wieder zu, kann dank des grossen Gefälles über die Turbine rasch Strom erzeugt werden.