Außen wie gehabt, innen erneuert: Die Sicherheitssensoren unterstützen EN ISO 14119-konform über 1.000 Codierungen sowie IP69K.

Außen wie gehabt, innen erneuert: Die Sicherheitssensoren unterstützen EN ISO 14119-konform über 1.000 Codierungen sowie IP69K.ABB

Rein äußerlich hat sich an den Sicherheitssensoren Eden nichts geändert, an den inneren Werten dagegen einiges. Als wichtigstes Feature nennt Sven Glöckler, Produktmanager Safety das Einhalten der EN ISO 14119 ‚Sicherheit von Maschinen – Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen‘, die seit Oktober 2013 mit einer Übergangsfrist von 18 Monaten gültig ist. Hinzu kommt der erhöhte Schutzart von IP67 auf IP69K. Das Einhalten der Norm ist keineswegs trivial, wenn alle Kategorien abgedeckt werden soll. Eden besteht aus zwei sich ergänzenden Teilen: Adam und Eva. Für die beiden Teile gibt es jeweils zwei Varianten entsprechend den Anforderungen der zu schützenden Anlage. Der Sicherheitssensor Adam ist als dynamische Variante mit Informationsausgang sowie als dynamische Variante mit eingebauter, überwachter Rückstellung und Ausgang für eine Anzeigeleuchte verfügbar. Eva gibt es in der Version ‚General code mit Low Level Coding‘ mit bis zu neun verschiedenen Codes sowie als ‚Unique code mit High Level Coding und mehr als 1.000 verschiedenen Codes. „Die Anzahl macht eine Manipulation für Bediener unmöglich, da er kaum 1.000 Evas in der Hosentasche tragen kann“, kommentiert Glöckler.

Das Gefahrenmeldesystem mit KNX-Integration steuert bei Bedarf auch Funktionen der Gebäudesystemtechnik.

Das Gefahrenmeldesystem mit KNX-Integration steuert bei Bedarf auch Funktionen der Gebäudesystemtechnik.ABB

Gefahrmeldezentrale in KNX integriert

Das Innovative an der Gefahrenmeldezentrale GM/A 8.1 ist laut Produktmanager Dieter Michel die Integrierbarkeit in den KNX-Standard (ISO/IEC 14543-3-x) und dass sie damit auch von Elektroinstallateuren eingebaut und gewartet werden kann. „Natürlich erfüllt die Meldezentrale auch alle Anforderungen der Alarmtechnik (ISO/IEC 62642)“, betont Michel. Die Meldezentrale ist weltweit einsetzbar und erweitert die Möglichkeiten der nahezu 40.000 KNX-Partner in 124 Ländern um die immer wichtiger werdenden Anwendungen der Alarmtechnik in Projekten von einfachen bis zu hohen Sicherheitsanforderungen. Die Gefahrenmelderzentrale hat alle notwendigen Systemschnittstellen: Ethernet zur Parametrierung, Diagnose und Bedienung per Webbrowser sowie zur Integration in das Gebäudenetzwerk. Weiterhin hat die Zentrale Anschlüsse für Bediengeräte und für die interne, externe oder Fern-Alarmierung. Schließlich ermöglicht der integrierte KNX-Anschluss zum einen die Anzeige von Alarmzuständen über die Anzeigegeräte der Gebäude-Systemtechnik und zum anderen die Steuerung von Gebäudefunktionen mithilfe der Alarmsensorik. Die Alarmsensoren und -melder werden entweder über direkte Eingänge oder über den proprietären Sicherheitsbus von ABB angeschlossen, über den auch die Scharfschalt-Einrichtung mit der Zentrale verbunden wird. Um die Projektanforderungen zu erfüllen, stellt ABB ein vollständiges Sortiment für die professionelle Alarmtechnik zur Verfügung.

Gebäudeautomation auf dem Weg zu integrierten Safety-Kommunikation

Ein separater Sicherheitsbus klingt im Vergleich zur Fabrikautomation anachronistisch. Hier sind kombinierte Kommunikationssysteme, die Safety und betriebsmäßige Kommunikation abwickeln, längst seitens TÜV und BGIA zugelassen und etabliert. In der Gebäudeautomation verhindern das noch Installationsvorschriften seitens des VdS (Verband der Schadensversicherer/Vertrauen durch Sicherheit) Außerdem ist KNX für die Integration von Sicherheits-Geräten nicht konzipiert. „Aber hier laufen Gespräche“, erklärt Michel auf Nachfrage. Ein Sicherheits-Profil für KNX scheint also nur noch eine Frage der Zeit.