Joe Hogan, Vorstandsvorsitzender ABB: "Wir sind unverändert zuversichtlich, dass unsere ausgewogene Aufstellung der Geschäftsbereiche und Regionen uns auch in Zukunft attraktive Wachstumsmöglichkeiten eröffnen wird."

Joe Hogan, Vorstandsvorsitzender ABB: „Wir sind unverändert zuversichtlich, dass unsere ausgewogene Aufstellung der Geschäftsbereiche und Regionen uns auch in Zukunft attraktive Wachstumsmöglichkeiten eröffnen wird.“ABB

Das operative EBITDA stieg im zweiten Quartal 2013 um 6 % auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Kosteneinsparungen aus Einkaufsinitiativen und operativen Verbesserungen konnten den negativen Effekt von Aufträgen mit niedrigeren Margen, die aus dem Auftragsbestand im Energietechnikgeschäft ausgeführt wurden, mehr als ausgleichen.

Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal um 6 % auf 10,23 Milliarden US-Dollar – hauptsächlich aufgrund der Abwicklung von Aufträgen aus dem vorhandenen Auftragsbestand. ABB profitierte hier von dem um 4 % gestiegenen Auftragseingang im Q1 2013.

Der Auftragseingang verringerte sich im zweiten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal um 11 %. Als Ursache hierfür nennt der Konzern in erster Linie ein 45 %igen Rückgang der Großaufträge (mit einem Volumen von jeweils über 15 Millionen US-Dollar). Diese machten 9 % des gesamten Auftragseingangs aus, verglichen mit 15 % in der Vorjahresperiode.

Division Industrieautomation und Antriebe

Das Ergebnis der Division Industrieautomation und Antriebe gab um 4 % im Vergleich zum Vorjahresquaral nach. Dies lag laut ABB am zum Teil veränderten Produktmix gegenüber der Vorjahresperiode. Unter anderem erzielte das Unternehmen einen höherer Umsatzanteil im Systemgeschäft, wo die Margen unter dem Divisionsdurchschnitt liegen.

Der Umsatz der Division blieb mit 2,36 Milliarden US-Dollar stabil (Q1: 2,37 Milliarden US-Dollar), da der geringere Absatz von frühzyklischen Produkten wie Industriemotoren und -antrieben durch die Abwicklung von Aufträgen aus dem Auftragsbestand kompensiert wurde. Im Servicegeschäft stieg der Umsatz um 4 %.

Der Auftragseingang sank um 2 % und spiegelt damit nach Ansicht des Unternehmens die schwächere Industrieaktivität auf einigen großen Märkten gegenüber dem Vorjahr wider. Dies haben Großaufträge für Stromumwandlungstechnologie aus der Bahnindustrie und für Robotik aus der Automobilindustrie teilweise ausgleichen.

Zukunftspläne

Was die verbleibenden Quartale des Jahres 2013 angeht, sieht Joe Hogan, scheidender Vorstandsvorsitzender von ABB, den Konzern gut aufgestellt: „Unser Ausblick für den restlichen Jahresverlauf bleibt gegenüber dem Ende des ersten Quartals unverändert. Die makroökonomischen Indikatoren sind zunehmend uneinheitlich, was es schwierig macht, Prognosen für den zeitlichen Verlauf von Auftragseingängen abzugeben. Das gilt insbesondere für Großaufträge. Unser starker Auftragsbestand wird uns jedoch helfen, diese Unsicherheiten abzufedern. Wir sind unverändert zuversichtlich, dass unsere ausgewogene Aufstellung der Geschäftsbereiche und Regionen uns auch in Zukunft attraktive Wachstumsmöglichkeiten eröffnen wird.“ Darüber hinaus strebt der Konzern jährliche Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen in Höhe von 3 bis 5 % der Umsatzkosten an. Dies will er mit einem verbesserten Supply Management, Qualitätssteigerungen und einem höheren Ertrag aus den Investitionen im Vertrieb und der Forschung und Entwicklung erreichen.