Das Forscherteam von Prof. Ansgar Trächtler, M. Sc. Sarah Flottmeier (v.) und M. Sc. Andreas Kohlstedt (h.), forschen gemeinsam an dem Achsprüfstand, der unterschiedlichste Straßenverhältnisse simulieren kann.

Das Forscherteam von Prof. Ansgar Trächtler, M. Sc. Sarah Flottmeier (v.) und M. Sc. Andreas Kohlstedt (h.), forschen gemeinsam an dem Achsprüfstand, der unterschiedlichste Straßenverhältnisse simulieren kann. Universität Paderborn

In dem Labor der Paderborner Regelungstechniker wird künftig für den Test von Pkw-Achsen kein reales Auto mehr gebraucht. Das Verhalten der Achse kann in dem speziellen Prüfstand mit sechs hydraulischen Zylindern realitätsnah geprüft werden. Das einzige was echt ist, ist die Achse selbst. Alles andere wird simuliert: Chassis, Schotterweg, Schlaglöcher. „Wir möchten erreichen, dass eine Testfahrt für die Achse auf Knopfdruck funktioniert. Wir spielen die Daten realer Autofahrten in den Prüfstand ein und können sofort jede Fahrsituation im Labor nachbilden. Ein solches System gibt es bisher nicht.“, erklärt die Projektverantwortliche Sarah Flottmeier.

Natürlich ist auch die Sensorik des Prüfstandes schnell genug, dass während der Testfahrt die Daten gemessen, analysiert und gezielt verändert werden – direkt im Betrieb. Automobilhersteller brauchen momentan noch mehrere Tage, um an einem Prüfstand eine neue Fahrsituation einzustellen.

Das nächste Ziel der Forscher ist, dass sie „in drei Jahren am Rechner eine virtuelle Autofahrt simulieren, daraus die Daten für unseren Prüfstand ziehen, die Achse testen und die Daten zurück spielen. Das würde Entwicklungszeiten extrem verkürzen“. Dazu haben sie eine Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft beantragt.