Die Pulverdüse bringt eine Hartlegierung punktuell auf die Sensoroberfläche auf.

Die Pulverdüse bringt eine Hartlegierung punktuell auf die Sensoroberfläche auf. O.R. Lasertechnologie

Das Unternehmen O.R. Lasertechnologie bietet dazu eine Pulverdüse für Laserschweißanlagen. Um Sensoren besser vor Verschleiß zu schützen, werden sie dazu mit einer Hartlegierung auf Cobalt-Chrom-Basis – sogenannte Stellite – beschichtet. In konventionellen Verfahren werden Stellite in einer dicken Schicht von mehreren Millimetern aufgetragen. Dabei wird das Material des Sensors durch die hohe Hitzeeinwirkung stark durchmischt. Der Materialverbrauch steigt.

Beim additiven Pulverauftragschweißen dagegen schmilzt der Laser die Oberfläche des Sensors punktuell auf. Koaxial zum Laser wird das metallische Pulver, das eine Körnung von 45 bis 90 µm aufweist, aufgebracht und geht eine feste Verbindung mit der Objektoberfläche ein. Mithilfe des Verfahrens sind ein punktgenauer Materialauftrag, ein geringer Wärmeeintrag in das zu bearbeitende Material sowie eine verzug- und rissfreie Bearbeitung möglich. Spurbreiten von 200 µm bis 2 mm lassen sich realisieren.

Die koaxiale Anordnung ermöglicht eine von der Schweißrichtung unabhängige homogene Qualität des Materialauftrags, wodurch das Werkstück in jede Richtung gedreht werden und auch in drei Dimensionen ‚wachsen‘ kann. Die Laserparameter lassen sich während des Prozesses an geänderte Verhältnisse anpassen.

Um Oxidationen und winzige Blasenbildung zu verhindern, läuft der Vorgang unter Schutzgasatmosphäre mit dem Edelgas Argon ab. Der Sensor selbst wird laut O.R. Lasertechnolgie bei diesem Verfahren kaum beeinflusst.