Kevin Kitagawa ist Marketing-Director, Digital Home bei MIPS Technologies.

Kevin Kitagawa ist Marketing-Director, Digital Home bei MIPS Technologies.MIPS

Nach dem Flash-Player 11.1 wird Adobe diese Software für Mobilanwendungen nicht mehr weiterentwickeln. Allerdings nutzen die meisten mobilen Internetseiten heute gar kein Flash: sie sind mit HTML5 erstellt, damit iOS-Geräte (die kein Flash beherrschen) sie genauso darstellen können wie Flash-fähige Android-Telefone. Bei Desktop-Webseiten sieht die Lage anders aus: sie nutzen in der Regel weiterhin Flash. Viele TV-Geräte und Tablet-PCs zeigen per Default diese Desktop-Versionen von Webseiten an. Für TV-Anwendungen hat Adobe immer Adobe Air for TV empfohlen und hält an dessen Weiterentwicklung fest – die größten Auswirkungen wird Adobes Ankündigung daher auf Tablet-PCs haben.

Über die nächsten Jahre wird sich HTML5 verstärkt durchsetzen, angetrieben vom breiten Einsatz von iOS auf dem iPad. Nach eigenen Aussagen wird Adobe zur HTML5-Standardisierung beitragen, um damit die vielen Features des Flash-Players sicherzustellen. Ein Flash-Player wird damit immer weniger wichtig sein.

Übergangsphase

Auf kurze Frist gesehen werden die Endgeräte unserer Kunden sowohl Adobe Air als auch den Adobe Flash-Player benötigen. MIPS Technologies führt seinen Support für Adobe Air for TV und auch seine Optimierungen für den Flash-Player fort. Wir glauben, dass die Nachfrage nach dem Flash-Player mit der Zeit nachlassen wird – dahinter steht die Übernahme von Content, der für große Bildschirme optimiert wurde, auf HTML5.

Die Unterstützung von HTML5 ist Teil der Strategie von MIPS Technologies. Auf der CES im Januar zeigten wir eine HTML5-Präsentation, und wir arbeiten an weiteren Entwicklungen für HTML5. Schon heute bieten wir volle Unterstützung für die Javascript-JIT-Engines für HTML5-Web-Umgebungen, und arbeiten an Support von MIPS für Technologien, die den HTML5-Webanwendungen Zugang zu systemeigener Hardware-Performance ermöglichen. Diese Standards reifen noch, aber MIPS wird in den Startlöchern stehen, sobald sie für Embedded-Anwendungen einsetzbar sind.