Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an das optische Mikrofon ohne Membran des Unternehmens Xarion und an das 3D-Raster-Laservibrometer-Mikroskop mit einem Messstrahl von Polytec.

Beide Entwicklungen überzeugten die Jury gleichermaßen, sowohl im Hinblick auf die jeweilige Entwicklungstiefe als auch auf deren Marktrelevanz. Die Entwicklung des 3D-Raster-Laservibrometer-Mikroskop mit einem Messstrahl ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Dr. Marcus Winter, Robert Kowarsch, Wanja Ochs, Alexander Collet, Moritz Giesen, Lars Heller und Dr. Christian Rembe (alle Polytec) und ermöglicht die Messung von dreidimensionalen Schwingungsparametern mikroskopischer Objekte in Echtzeit. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen mit drei Vibrometern, die die schwingende Oberfläche aus verschiedenen Richtungen vermessen, besteht das MSA-100-3D aus einem einzelnen, integrierten Messkopf, der den vom Messobjekt in drei Raumrichtungen gestreuten einzelnen Laserstrahl analysiert und daraus die dreidimensionale Objektbewegung bestimmt. Das vermeidet Störeffekte und verbessert die örtliche Auflösung auf unter 4 µm.

Die zweite prämierte Entwicklung ist ein Gewinner in doppelter Ausführung: Das optische Mikrofon ohne Membran von Dr. Balthasar Fischer (Xarion), Friedrich Reining (Knowles Electronics Austria) und Prof. Dr. Ernst Wintner (TU Wien) gewinnt den AMA Innovationspreis 2013 und wurde bereits im Februar 2013 mit dem AMA Sonderpreis ‚Junges Unternehmen‘ ausgezeichnet.

Das erste Mikrofon ohne bewegliche Teile ermöglicht eine lineare Klangaufnahme, echte Impulstreue sowie ein ausgeprägtes Richtungshören bei geringer Störanfälligkeit für Windgeräusche und Körperschall. Bei diesem optischen Mikrofon kommen weder eine Membran noch ein anderes mechanisches Bauteil zur Verwendung. Der Schalldruck wird optisch über die Änderung des Brechungsindex der Luft durch die Schallwellen gemessen. Der Wandler basiert auf einer Laserdiode (VCSEL) und einem winzigen Fabry-Pérot Interferometer, also zwei parallelen, teilreflektierenden Spiegeln.

Das Besondere am AMA Innovationspreis: Das Preisgeld von 10.000 Euro wird direkt an die Entwicklerteams vergeben und nicht an deren Unternehmen oder Institute. Die wichtigsten Beurteilungskriterien für die Jury, die sich aus Vertretern von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Firmen zusammensetzt, sind der Grad der Innovation und der erkennbare Anwendungsnutzen. Bewerbungen für den AMA Innovationspreis 2014 sind ab Oktober 2013 möglich, bewerben können sich Einzelpersonen oder Entwicklerteams aus Firmen und Instituten.