Flexera hat seinen neuen Software-Report veröffentlicht.

Flexera hat seinen neuen Software-Report veröffentlicht. Flexera

Dabei zeigt der Report deutlich: Hersteller sind sich des rasanten Wandels im Bereich Software sowie der Herausforderung, Rentabilität für ihre Lösungen zu erzielen, durchaus bewusst. Trotzdem verwenden sie keine automatisierten Lizenzierungs- und Berechtigungsmanagementsysteme in ihren Produkten um  flexible und gewinnorientiert das Potential  auszuschöpfen.

Technologische Entwicklungen beeinflussen zunehmend die Geschäftslage und bergen sowohl Chancen als auch Risiken:

  • Internet of Things (IoT) als Chance für anpassungsfähige Hersteller: 32 % der Softwarehersteller sind der Ansicht, dass sich das IoT stark auf die Kundenzufriedenheit auswirkt. Laut 16 % der befragten Unternehmen wird das IoT in den nächsten ein bis zwei Jahren zudem eine wichtige Rolle für neue Geschäftsmodelle spielen. Hersteller müssen sich anpassen, um vom Internet der Dinge zu profitieren und neue Umsatzquellen zu erschließen. Zu diesem Fazit kommt auch ein aktueller Report von Gartner.
  • Cloud, Virtualisierung und mobile Lösungen werfen Sicherheitsfragen auf: Deutliche Auswirkungen auf Sicherheitsbedenken sehen die Befragten durch cloudbasierte Anwendungen (38 %), durch Virtualisierung (29 %) sowie durch mobile Anwendungen (33 %).
  • Kunden verlangen neue Lizenzmodelle: Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird sich die Zahl der Anbieter, die ihre Einnahmen über unbefristete Softwarelizenzmodelle beziehen, von 26 % auf 14 % um fast die Hälfte halbieren. Umgekehrt wird die Zahl der Hersteller, die 50 % oder mehr ihres Gewinns über SaaS-Lösungen generieren, von 14 % auf 21 % deutlich ansteigen.

Veränderungen des Geschäftsklimas wirken sich auf den Gewinn aus. Die Ausmaße des wirtschaftlichen Wandels sowie die Folgen auf ihre Geschäftsabläufe sind der Mehrheit der Anwendungshersteller klar. Laut der Umfrage haben jedoch viele Unternehmen ihre Prozesse noch nicht flexibel genug ausgerichtet:

  • Hersteller haben hohe Einnahmeverluste: Anbieter von Software beziehen ihre Umsätze aus entsprechenden Software-Lizenzvereinbarungen. Laut Report sind Compliance-Verstöße jedoch an der Tagesordnung. So berichteten 63 % der Befragten von Kunden, die mehr nutzen als ihnen vertraglich zusteht.
  • Hersteller scheitern an Optimierung des Kundenerlebnisses: Mehr als die Hälfte der befragten Softwarehersteller (58 %) haben Schwierigkeiten Lösungen anzubieten, mit denen Kunden ihre Softwareberechtigungen selbständig verwalten können. Eine der größten Herausforderungen sehen Unternehmen bei der Paketierung und Bündelung von Features für unterschiedliche Produktversionen, um Markttrends und Kundenwünschen nachzukommen (38 %). Auch die Lizenzierung auf Basis von „Try-and-Buy“, Testlizenzen und/oder Evaluationslizenzen gestaltet sich als schwierig (33 %).

Spezielle Lösungen für Software-Monetarisierung unterstützen Anwendungshersteller dabei, sowohl Nutzungsrechte als auch den Lebenszyklus von Softwarelizenzierungen zu automatisieren, zu managen und zu tracken – sowohl im Front- als auch im Back-Office. Sie ermöglichen automatisierte Softwarelizenzierung und Berechtigungsmanagement, vereinfachen Anpassungen an neue Technologien und bilden die Grundlage für flexible Geschäftsmodelle:

  • Mehrheit von Softwareherstellern setzt keine Best-in-Class Automatisierungslösung für das Berechtigungsmanagement ein: Von den Befragten greifen 58 % auf ein eigenentwickeltes Berechtigungsmanagementsystem zurück (teilweise in Kombination mit einer anderen Lösung). Weitere 22 % verzichten vollständig auf eine solche Lösung, während 19 % eine proprietäre Erweiterung ihres ERP/CRM Systems verwenden. Lediglich 23 % nutzen eine speziell entwickelte kommerzielle Lösung für das Berechtigungsmanagement.
  • Mehrheit von Softwareherstellern setzt keine Best-in-Class Automatisierungslösung für die Softwarelizenzierung ein: Insgesamt 61 % der Hersteller setzen keine branchenführende Lizenzierungstechnologie ein, sondern vertrauen auf eigenentwickelte Systeme. 17 % besitzen keine Lösung zur Lizenzierung. Und nur rund ein Drittel (35 %) verwendet speziell dafür entwickelte kommerzielle Software.

„Softwarehersteller liegen weit hinter Unternehmen in anderen Branchen, die ihre Geschäftsprozesse längst mit ERP-, CRM- und weiteren wichtigen Systemen automatisiert haben. Viele Hersteller glauben, dass sie ihre Lizenzierungs- und Berechtigungsmanagementsysteme ganz einfach selbst entwickeln können“, erklärt Matthieu Baissac, Vice President Product Management bei Flexera Software. „Software-Monetarisierung ist jedoch ein hochspezialisiert es Arbeitsfeld, das sich ständig verändert. Verfügt man nicht über die entsprechenden Experten, ist es nahezu unmöglich mit den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen Schritt zu halten. Der Report zeigt deutlich: Die Mehrheit von Herstellern verpasst es, den maximalen Gewinn aus ihren Lösungen zu erwirtschaften, da sie nicht flexibel genug aufgestellt sind und die Anforderungen ihrer Kunden nicht erfüllen können.“