Geht es nach den Aussagen des Analyse- und Beratungsunternehmen App Annie, dann wird der Markt für Apps in den kommenden Jahren noch enorm anwachsen. Neben der Zeit, die die Nutzer mit Apps verbringen, sollen auch die Ausgaben im Zusammenhang mit Apps steigen, sagt der Branchenreport voraus. 2016 lag der Wert des App-Marktes bei 1,3 Billionen Dollar, bis 2021 soll er auf über 6,3 Billionen Dollar ansteigen. Zudem werden sich die Nutzerzahlen nahezu verdoppeln.

Bei den stündlichen App-Ausgaben liegt Japan mit rund 14 Dollar vorne. Auch in Zukunft soll sich daran wenig ändern. Die Nutzer aus den USA und China sind noch zögerlich und geben nur rund zwei Dollar in den Apps aus.

Bei den stündlichen App-Ausgaben liegt Japan mit rund 14 Dollar vorne. Auch in Zukunft soll sich daran wenig ändern. Die Nutzer aus den USA und China sind noch zögerlich und geben nur rund zwei Dollar in den Apps aus. App Annie

Jedoch merkt der Bericht auch an, dass die zwei größten Volkswirtschaften, China und die USA, bei der App-Nutzung, insbesondere bei Mobile Commerce, hinter der APAC-Region liegen würden. Japaner beispielsweise generierten 2016 knapp 14 Dollar pro Stunde in App Stores und bei Mobile Commerce. Dahingegen lagen die USA und China nur bei 2,36 beziehungsweise 2,01 Dollar pro Stunde. Bei der App-Store-Monetarisierung liegt das Gaming-Segment weiterhin vor Video, Musik, Dating, Bildung und Produktivität.

Bei den Vertriebswegen stand 2016 noch der App-Store von Apple an der Spitze. Auch in Zukunft wird er der größte Single Store bleiben, allerdings wird Google Play gemeinsam mit den Android-Drittanbietern ihn überholen.

Auf diesem stetig wachsenden Markt drängen auch die Autobauer und andere Industrieunternehmen. Autohersteller wie etwa BMW (BMW Connect), Audi (Audi MMI connect) oder Daimler (Mercedes me) setzen auf Apps. Zulieferer Bosch beispielsweise bietet ein ganzes Arsenal an Apps an. App-Begeisterte finden im Download-Center von Bosch über 50 Apps aus verschiedenen Bereichen. Das Spektrum reicht von Corporate-Apps, die aktuelle Jobs und Events anzeigen, über Smart Home- und Automotive-Apps hin zu Tools für die Überwachung von Spargel- oder Erdbeerfeldern. Ähnlich wie Bosch bietet Siemens Anwendungen zu aktuellen Events und Messen, daneben bietet der Industrieriese aber auch noch Simulations- oder Steuerungsanwendungen an.

Der ausführliiche Bericht von App Annie kann hier nachgelesen werden.