Atmel will schneller wachsen, bessere Erträge erzielen und Kosten reduzieren. Maßnahmen der angekündigten Restrukturierung sind u.a. die Konzentration auf schnell wachsende ertragsstarke Produktlinien, also die Abkehr von kleineren verlustbringenden Produkten die nicht zum Kernbereich gehören.

Die Fertigung soll optimiert werden: Atmel will ihre Waferfabs in Heilbronn sowie North Tyneside/UK verkaufen. Außerdem wird eine sogenannten fab-lite Strategie folgt: Durch die bessere Auslastung der verbleibenden Waferfabs und durch die Ausweitung der Foundry Aktivitäten sollen Fertigungskosten reduziert werden. Das Unternehmen erwartet bereits 2007 Kosteneinsparungen in der Größenordnung von 70 bis 80 Mio. $ und ab 2008 von 80 bis 95 Mio. $ jährlich. Darin sind enthalten rund 55 Mio. $ pro Jahr durch den geplanten Verkauf der beiden Waferfabs.

Es sollen rund 10% der nicht in der Fertigung eingesetzten Mitarbeiter (non-manufacturing workforce), also rund 300, durch verschiedenste Maßnahmen abgebaut werden. Die Mitarbeiterzahl soll sich außerdem durch den geplanten Verkauf der beiden Fertigungsstätten in Heilbronn und North Tyneside um zusammen rund 1000 reduzieren. Im Zusammenhang mit der Restrukturierung will das Unternehmen bereits in diesem, 4. Quartel 2006 einmalige Abschreibungen in Höhe von 200 Mio. $ vornehmen.