Feldkirchen, 3. Januar 2010 – Intel hat neue Atom Prozessoren mit integrierter Grafik vorgestellt, die Leistungssteigerungen und kleinere, energieeffizientere Designs bei einer neuen Generation von Netbooks und Entry-Level Desktop PCs ermöglichen. Die Intel Atom Plattform für Netbooks besteht aus dem Intel Atom Prozessor N450 und dem neuen Low-Power Intel NM10 Express-Chipsatz. Für Entry-Level Desktop PCs sind der Atom D410 und der Dual-Core Atom D510 Prozessor konzipiert, die beide ebenfalls mit dem Intel Express-Chipsatz NM10 kombiniert sind. Führende OEM-Partner werden in den nächsten Wochen Systeme mit den neuen Atom Prozessoren und dem zugehörigen Chipsatz in den Handel bringen.

Der Atom Prozessor der nächsten Generation wurde für kleine Geräte und in Hinblick auf geringen Stromverbrauch entwickelt und bleibt der kleinste Chip bei Intel, der im Intel 45nm Hi-k Metal Gate Fertigungsprozess produziert wird. Durch die höhere Integration und das 45nm Fertigungsverfahren wurde das gesamte Design inklusive Chipsatz verkleinert. Positive Folgen sind geringere, kompaktere Formfaktoren, reduzierte Kosten für die OEM-Partner sowie eine gesteigerte Leistung.

Verbesserte Prozessor- und Grafikleistung Eine der wichtigsten Funktionen der neuen Plattform und Premiere bei den x86 Chips, ist die Integration von Speichercontroller und Grafik in die CPU. Das bedeutet zwei (CPU und Chipsatz) anstatt wie bislang drei Chips (CPU, Chipsatz, Speicher Controller Hub), einen niedrigeren TDP Wert (Thermal Design Power) sowie eine erhebliche Reduzierung von Kosten, Flächenbedarf und Stromverbrauch. Im Vergleich zur vorherigen Atom Plattform zeichnet sich die neue Generation durch einen durchschnittlich um 20 Prozent reduzierten Stromverbrauch und eine geringere Fläche der Chips aus. Dies ermöglicht kleinere und kompaktere System-Designs sowie eine längere Akkulaufzeit. Durch die Integration ist die gesamte Fläche der Plattform um etwa 60 Prozent verkleinert. Für Entry-Level Desktops reduziert sich die Fläche im Vergleich zur vorherigen Generation um fast 70 Prozent, der TDP sinkt um nahezu 50 Prozent.

Über die Plattform

Der Atom™ N450 Prozessor für Netbooks verfügt über einen Kern mit 512 KByte L2 Cache und einer TDP von 7 Watt für das Gesamtpaket inklusive Chipsatz. Der Atom D410 Prozessor für Entry-Level Desktop PCs verfügt über einen Kern mit 512 KByte L2 Cache und einer TDP von 12 Watt für das Gesamtpaket inklusive Chipsatz. Der Atom D510 Prozessor für Entry-Level Desktop PCs ist ein Dual-Core Prozessor mit 1 MByte L2 Cache und einer TDP von 15 Watt für das Gesamtpaket inklusive Chipsatz. Alle neuen Chips verfügen über eine Taktfrequenz von 1,66 GHz. Informationen zu Preisen und Verfügbarkeit werden im Januar 2010 veröffentlicht.

Breite Unterstützung in der Industrie

Intel rechnet weiterhin mit einer breiten Unterstützung der Atom Plattform durch die Industrie, zumal die Netbooks auch während des laufenden, durch die Wirtschaftskrise geprägten Jahres, großen Absatz fanden. Dies liegt an ihrem günstigen Preis, ihren Funktionalitäten sowie der geringen Größe (Displays von 7 bis 10,2 Zoll). Zudem geht Intel von einer hohen Nachfrage im Handel aus, insbesondere nach Entry-Level Desktop PCs mit verschiedenen Formfaktoren und geringem Preis, darunter sehr kleine Designs mit Gehäusen von weniger als 1 Liter Volumen, Geräte ohne Lüfter und günstige All-in-One Designs. Seit Intel im Juni 2008 die ersten Atom Prozessoren für Netbooks und Entry-Level Desktop PCs vorgestellt hat, ist der Markt rasant gewachsen. Inzwischen hat das Unternehmen mehr als 40 Millionen Atom Chips weltweit an alle namhaften OEM-Partner ausgeliefert. Im selben Zeitraum wurden mehr Netbooks verkauft als das iPhone von Apple oder die Nintendo-Spielekonsole Wii*. Den Marktforschern von ABI Research zufolge wird die Auslieferung von Atom Prozessoren für alle Segmente bis zum Jahr 2011 auf über 100 Millionen Stück wachsen1. Intel hat bislang mehr als 80 Hersteller für die neue Atom Plattform gewonnen, darunter führende OEMs wie Acer, ASUS, Dell, Fujitsu, Lenovo, MSI, Samsung und Toshiba. Ein Großteil der Systeme wird mit dem neuen Betriebssystem Windows 7* (Starter oder Home Basic) ausgeliefert werden. Darüber hinaus werden einige OEM-Partner MoblinTM Linux v2 für Kunden anbieten, die eine anpassbare und differenzierende Benutzeroberfläche wünschen. Auch die Anzahl der Netbooks, die durch Telekommunikationsunternehmen wie etwa Orange, T-Mobile oder Vodafone ausgeliefert werden, wächst rasant. Intel hat in enger Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern und Modem-Herstellern die 3G-Funktionen von Netbooks in etablierten und aufstrebenden Märkten verbessert. Aktuell bieten etwa ein Dutzend Service-Provider Netbooks in verschiedenen Märkten an. „Die neue Intel Atom Plattform bietet Vodafone eine perfekte Basis, um unseren Kunden in Europa ein noch breiteres Portfolio an Lösungen für das Mobile Computing wie auch drahtlose Breitband-Services anzubieten und unterstützt somit unser weiteres Wachstum im Markt für mobile Datenkommunikation“, so Stephan Horten, Senior Business Development Manager Partnerships, Enterprise Marketing Industry & New Business, Vodafone D2 GmbH.