Die AT&S (www.ats.net) erreichte in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres trotz Restrukturierungsaufwendungen ein positives operatives Ergebnis. Im dritten Quartal erwirtschaftete man einen Umsatz in Höhe von EUR 117,1 Mio. Das EBIT fiel aufgrund von Einmaleffekten mit EUR –18,2 Mio. negativ aus. Der Periodenüberschuss sank in weiterer Folge auf EUR –23,5 Mio.

Ohne diese Effekte hätte AT&S ein positives EBIT in Höhe von rund EUR 7,5 Mio. und einen positiven Periodenüberschuss von rund EUR 3,7 Mio. erzielt. Der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres betrug EUR 351,4 Mio. Trotz der Einmaleffekte konnte AT&S über diesen Zeitraum ein positives operatives Ergebnis in Höhe von EUR 2,3 Mio. erzielen. Der Periodenüberschuss jedoch sank auf EUR –4,9 Mio. „Dass wir trotz der beträchtlichen Einmaleffekte über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erreichen konnten, zeugt von der starken Performance der AT&S Gruppe“, kommentiert Steen Hansen, Finanzvorstand der AT&S.

Bereits in den letzten Jahren war ein Abwandern von Volumsaufträgen nach Asien zu beobachten. Diese Entwicklung hatte mittlerweile einen Grad erreicht, der Kapazitätsanpassungen am österreichischen Standort Leoben-Hinterberg erforderlich machte. Die Produktionskapazitäten – gemessen in produzierter Leiterplatten-Fläche – wurden von 215 000 m² auf 130 000 m² reduziert. Im Zuge des Restrukturierungsprozesses werden zudem rund 293 eigene Mitarbeiter und 159 Leiharbeiter abgebaut. Die mit diesen Maßnahmen verbundenen Kosten schlagen sich mit EUR 20,2 Mio. zu Buche. „Ohne diese Maßnahme hätten wir den gesamten Standort Leoben-Hinterberg mit derzeit mehr als 900 Mitarbeitern massiv gefährdet“, weist Harald Sommerer, Vorstandsvorsitzender der AT&S auf die Dringlichkeit der Kapazitätsanpassungen hin.

Trotz eines im Monat Oktober erstmalig auf EBIT-Basis positiven Ergebnisses und einer grundsätzlich positiven Einschätzung der Entwicklung der AT&S Korea musste der Geschäftsplan für diese Gesellschaft aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds angepasst werden. Dies führte zu einer Firmenwertabschreibung in Höhe von EUR 5,6 Mio. Darüber hinaus wurden in diesem Zusammenhang Verlustvorträge in Höhe von EUR 1,4 Mio. abgeschrieben. Mit den Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Leoben und den nunmehr eingeleiteten Kostenreduktionen in allen Bereichen wird die AT&S ihre relative Wettbewerbssituation gegenüber der Konkurrenz noch weiter verbessern.

„Wir müssen davon ausgehen, dass das Jahr 2009 für die gesamte Branche schwierig werden wird. Das positive an dieser Situation ist, dass sich das Tempo der Marktbereinigung massiv beschleunigen wird. Ich bin davon überzeugt, dass AT&S aufgrund der strategischen Positionierung, hervorragenden Performance und hohen Bonität als Gewinner aus der Wirtschaftskrise hervorgehen wird“, erläutert Harald Sommerer. AT&S beschäftigt 6 158 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Indien, China, Korea und in insgesamt 17 Vertriebsbüros.