Die AT&S-Gruppe erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von rund 126 Mio. Euro und liegt damit mit 16 Mio. Euro über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) ist um rund 17 % (3 Mio. Euro) auf 21 Mio. Euro gestiegen.

„Das erste Quartal war von mehreren Ereignissen im Segment Mobile Devices geprägt. Modellwechsel, verzögerte Produktanläufe und Absatzprobleme bei einzelnen Kunden verursachten kurzfristig eine Unterauslastung in unserem Werk in Shanghai. In den ersten Juliwochen hat sich die Lage entspannt. Das Werk in Shanghai füllt sich wieder, die Auslastung nimmt zu. Für das Geschäftsjahr 2012/13 gehen wir weiterhin von einer Umsatz- und Gewinnsteigerung zum Vorjahr aus, vorausgesetzt das makroökonomische Umfeld bleibt stabil,“ erklärt CEO Andreas Gerstenmayer.

Mobile Devices hinter Erwartungen

Das Mobile Devices Segment konnte den Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode steigern. Durch Produktanläufe und Verschiebungen bei Modelleinführungen war die Produktion in Shanghai in der zweiten Quartalshälfte nicht ausgelastet, was sich entsprechend auf die EBIT Marge ausgewirkt hat. Nachdem sich die Auftragslage bereits im Juli deutlich verbessert hat, schätzt die AT&S die derzeitige Situation als Übergangsperiode ein. Durch die Markteinführung neuer Modelle und die Ausweitung des Kundenportfolios erreicht Shanghai wieder das geplante Auslastungsniveau.

Industrie & Automotive weiterhin stabil

Auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 konnte der Industrie- und Automotivebereich vor allem durch die gute Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten in der Autozulieferindustrie leicht wachsen. Die Neuausrichtung des Werkes in Leoben auf technische Nischenprodukte hat sich im angespannten Umfeld bewährt. Unverändert zurückhaltend stellt sich die Nachfragesituation bei Großkunden im Industriebereich dar. In Summe entsprach die Kapazitätsauslastung in den österreichischen Werken den Erwartungen.

Investitionstätigkeiten

Die Nettoinvestitionen der AT&S-Gruppe haben sich von rund 28 Mio. Euro auf rund 9 Mio. Euro deutlich reduziert, was sich auch positiv auf den Cashflow ausgewirkt hat. Durch den Vollausbau in Shanghai gibt es nur mehr geringen Investitionsbedarf. Der Ausbau des Werkes in Chongqing liegt im Plan. Derzeit führt AT&S intensive Gespräche mit Kunden, um zukünftige technische Anforderungen zu erheben und dementsprechend den Maschinenpark für das Werk auszurichten.

Technologische Entwicklung

Die Nachfrage nach HDI-Rigid-Flex-Leiterplatten hat in den letzten Monaten zugenommen. So ist die erste gemeinsame Serienproduktion in China angelaufen und weitere Projekte mit namhaften Herstellern von Smartphones und Tablet-PCs sind bereits in der Pipeline. „Die AT&S sieht diesen Markt als attraktiven Wachstumsmarkt an, den nur wenige hoch spezialisierte Anbieter bedienen können“, betont CEO Andreas Gerstenmayer.