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Rada Rodriguez, Deutschland-Chefin von Schneider Electric, präsentiert die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens.
Die Antriebslösung Pacdrive 3 wird weiter ausgebaut.

Die Energiewende ist dauerhaft präsent. Immer wieder bezweifeln oder betonen Tageszeitungen, Gäste von Polit-Talkshows und  echte sowie selbsternannte Experten die Relevanz der intensiven Förderung der Erneuerbaren Energien für die Energiewende – oder stellen Photovoltaik und Windstrom gleich grundsätzlich in Frage. Damit hält sich Schneider Electric aber nicht auf und beschäftigt sich lieber mit den Fakten: „Die Frage ist nicht, wann oder ob die Energiewende stattfindet, sondern was das für Schneider Electric bedeutet“, erklärt Rada Rodriguez, Präsidentin von Schneider Electric Deutschland. Vor diesem Hintergrund erläuterte sie die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Demnach wird die Energiewende langfristig einen wesentlichen Stellenwert für den Elektrotechnik-Konzern einnehmen. Deshalb wird das Unternehmen weiter in den Aufbau einer Infrastruktur investieren, was Smartgrids sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge einschließt. Außerdem konzentriert sich das Unternehmen stärker auf Beratung und Dienstleistungen insbesondere in Fragen des Energiemanagements – bis 2014 will Schneider Electric 11 bis 12 % seines  Umsatzes damit erzielen. Rodriguez ist sich sicher: „Ohne Energiemanagement wird es keine Energiewende geben.“ Und für diese sieht sich das französische Unternehmen gut gerüstet. Entsprechend groß sind seine Erwartungen an den eigenen Erfolg: „Wir wollen in Zukunft stärker als die Gesamtwirtschaft wachsen“, erklärt Rodriguez. Im aktuellen Jahr stagnieren die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr allerdings. Ursache hierfür ist in erster Linie die schwache Konjunktur in Westeuropa. Dieser steht das florierende Geschäft mit den Schwellenländern, aber auch das mit Nordamerika entgegen, sodass unterm Strich voraussichtlich eine schwarze Null steht.

Der Servoantrieb Lexium 32I vereint Servoverstärker und Motor in einem Gehäuse. In der Leistungsklasse bis 2,2 kW ist er der einzige seiner Art.

Der Servoantrieb Lexium 32I vereint Servoverstärker und Motor in einem Gehäuse. In der Leistungsklasse bis 2,2 kW ist er der einzige seiner Art.Schneider Electric

Bewährtes stetig weiterentwickeln

Neben Zukunftsvorhaben und Unternehmenszahlen stellte das Unternehmen auch einige Produktneuheiten vor. Der integrierte Servoantrieb Lexium 32I gehört dazu. Er vereint in sich den Servoverstärker Lexium 32 Advanced und den Motor Lexium BMH. Der Antrieb ist mit den Flaschgrößen 70 sowie 100 mm erhältlich und deckt den Leistungsbereich zwischen 0,6 und 2,2 kW ab. Damit ist er laut Hans-Gerd Hilger, Produktmanager AUT & Drives bei Schneider Electric, „der einzige integrierte Verstärker in dieser Leistungsklasse.“ Der Anwender sieht den Unterschied in seinem Schaltschrank sofort. Dort spart er sich den Platz für den zusätzlichen Servoverstärker. Außerdem benötigt er keine zusätzliche Kühlung. Nicht zuletzt verringert sich auch der Verkabelungsaufwand. Alles in allem soll der Anwender laut Hersteller 20 bis 30 % der Kosten einsparen.

Die Servoverstärker der Lexium-LXM-62-Reihe bilden zusammen mit den integrierten Servoantrieben ILM-62 unter dem Dach der Pacdrive-3-Plattform ein sogenanntes Multiachskonzept.

Die Servoverstärker der Lexium-LXM-62-Reihe bilden zusammen mit den integrierten Servoantrieben ILM-62 unter dem Dach der Pacdrive-3-Plattform ein sogenanntes Multiachskonzept.Schneider Electric

Auch die Pacdrive-Plattform – aktuell in Version 3 – bekommt Zuwachs. Unter anderem durch die integrierten Servoantriebe der Lexium-ILM-62-Reihe. Sie bilden zusammen mit den Servoverstärkern der Reihe Lexium LXM 62 ein sogenanntes Multiachskonzept, dessen softwareseitig kompatiblen Einheiten von den gleichen zentralen Stromversorgungen gespeist werden. Im Vergleich zur bisherigen Lösung sind zusätzliche Connection-Module zum Anschluss der ersten Distributionsbox eines ILM 62-Netzwerks an ein Netzteil möglich. Letzteres führt als Systemkomponente die Leiter für Zwischenkreis, 24-V-Versorgung und Schutzleiter. Die Connection-Module übernehmen die Aufteilung eines Verbunds von integrierten Antrieben in sichere und nicht sichere Antriebe. Zuvor erforderte das über das Netzteil ins Netzwerk geführte Sercos-Signal den Betrieb mehrerer Stromversorgungen. Durch die Lösung mit den Connection-Modulen spart der Anwender teurere Netzteile und damit bares Geld. Zudem lässt sich jedes bei der Reihenmontage integrierte formatgleiche Modul – ob Netzteil, Verstärker oder Connection-Modul – an den Verbund ankoppeln.  Jede Einheit führt die Signale zur nächsten weiter.

Nicht nur aufseiten der Antriebstechnik hat das Unternehmen Neues zu bieten. XUW heißt die neue Baureihe von Vision-Sensoren, die vor allem für die Qualitätssicherung gedacht sind. Die Geräte beleuchten ihr Motiv je nach Anwendung mit rotem oder weißem Licht. Außerdem kann der Anwender zwischen zwei Fokussen, 6 und 12 mm, auswählen.