Der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist im 1. Halbjahr leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr.

Der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist im 1. Halbjahr leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. VDW

Die Inlandsaufträge sanken um 15 %; der Auftragseingang aus dem Ausland stieg dagegen um 6 %. Dabei läuft die Umformtechnik etwas besser als die Zerspanung. 2016 produzierte die Werkzeugmaschinenindustrie mit knapp 70.000 Beschäftigten Maschinen und Dienstleistungen im Wert von rund 15,1 Milliarden Euro. „Mit den Halbjahreswerten liegen wir auf Linie unserer Erwartungen“, kommentierte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW, das Ergebnis. Die Auslandsaufträge für Werkzeugmaschinen setzen ihren Aufwärtstrend fort. Nach wie vor sind die Euroländer das wichtige Zugpferd. Ihre Bestellungen sind doppelt so stark gestiegen wie die Aufträge aus dem Rest der Welt. Nach dem starken Zuwachs im vergangenen Jahr, der vorrangig vom Projektgeschäft mit der internationalen Automobilindustrie getrieben war, wird für 2017 ein Halten des hohen Niveaus erwartet.

„Ein Pferdefuß war im ersten Halbjahr allerdings die Inlandsnachfrage“, sagte Schäfer. Sie blieb schwach, was unter anderem einem Basiseffekt aufgrund des hohen Auftragszuwachses im ersten Halbjahr 2016 geschuldet sei. Allerdings läuft dieser Effekt nun aus. Für das zweite Halbjahr 2017 wird von einer deutlich besseren Entwicklung ausgegangen. Das passt zur guten Stimmung in der Wirtschaft, den steigenden Konjunkturindikatoren für Deutschland und den gesamtwirtschaftlichen Prognosen, die Wirtschaftsexperten erst jüngst angehoben haben.

„Zudem versprechen wir uns von der Messe EMO in Hannover im September einen großen Schub“, bekräftigte Schäfer. Die Messe für Metallbearbeitung sei sehr gut gebucht und die Aussteller könnten mit vielen Innovationen aufwarten, daher werde die Messe den Investitionen starke Impulse geben.