Auge aus Silizium

Die Empfindlichkeit eines neu entwickelten Fotosensors von Osram Opto Semiconductors ist im Infrarotbereich stark unterdrückt und kommt daher dem menschlichen Auge sehr nahe.
Fotodioden aus Silizium eignen sich hervorragend als Sensoren für verschiedenste Lichtquellen, sind sie doch besonders linear, SMT-bestückbar und äußerst kostengünstig. Silizium hat jedoch eine etwas breitere spektrale Fotoempfindlichkeit als das menschliche Auge und ist somit auch im nahen Infrarotbereich bis 1.100 nm noch sehr empfindlich. Dies ist insbesondere dann störend, wenn Silizium-Fotodetektoren als Umgebungslichtsensoren eingesetzt werden und das Helligkeitsempfinden des menschlichen Auges möglichst genau nachbilden sollen. Das natürliche Tageslicht hat einen hohen Anteil an Infrarotstrahlung, der zwar vom Siliziumdetektor besonders gut wahrgenommen wird, nicht jedoch vom menschlichen Auge. Deshalb kommt es bei bisherigen Sensoren zum Teil zu großen Differenzen zwischen Messwert und dem subjektiven Helligkeitsempfinden des Menschen. Schwierig wird es, wenn Kunstlicht von Glühbirnen, Neonröhren oder anderen Lampen detektiert werden soll. Jede dieser Lampen hat ein völlig anderes Emissionsspektrum, wobei vor allem die großen Unterschiede im Infrarotanteil zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Das neu entwickelte „Menschliche Auge“ von Osram Opto Semiconductors eignet sich auch für diese schwierigen Anwendungen.

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