Eine große Auszeichnung erhielt die Meilhaus Electronic GmbH für die würfelförmigen Mini-Datenlogger (Kantenlänge 31 mm) und den außergewöhnlich guten Support für die JAXA-Wissenschaftler (Japan Aerospace Exploration Agency, früher NASDA) während der Design-In-Phase Projekt.


Die Mini-Datenlogger ME-ZW TEMP hatten bereits 2001 in einem ersten Versuch, dem Granada-Kristall-Box-Experiment, Temperaturen des Kristallisierungsprozesses bei der Erzeugung von Protein-Makromolekülen erfolgreich erfasst. Die Experiment-Box wurde am 18. Oktober 2003 vom sowjetischen Raumfahrtbahnhof Baikanur mit einer Sojus-Rakete zur ISS-Station gebracht. Am 5. Mai 2004 wird die Versuchsbox wieder zur Erde zurückkehren und ausgewertet. Die japanischen Wissenschaftler haben dieses Experiment nahezu unverändert von der ESA übernommen.


Die Urkunde von der Raumfahrtbehörde mit den Autogrammen der Astronauten der ISS-Station überreichte Toshihiko Oida von JAXA in einem feierlichen Akt Geschäftsführer Albert Meilhaus.


Ursprünglich wurde das Experiment von der spanischen Universität Granada im Jahre 2001 entwickelt. Die ESA unterstützte damals diesen Versuch mit kräftigen finanziellen Mitteln. Bereits in vielen Applikationen haben sich die Mini-Datenlogger von Meilhaus Electronic GmbH bewährt. In einem Kunststoffgehäuse (Abmessungen: 31 mm Kantenlänge, Gewicht 18 g, mit Batterie 24 g) eingebaut, erfassen sie Bewegung, Beschleunigung, relative Feuchte, Klima und DC-Spannung. Hierbei speichern die kompakten Sensoren die erfassten Werte in einem internen Speicher ca. 1 Jahr. Sollen die Daten dann ausgelesen werden, wird nur ein PC mit IR-Schnittstelle benötigt. Über ihn wird die unter Windows lauffähige Software „ME-WürfelSoft“ installiert und via IR-Schnittstelle am Rechner (Aufsteckadapter für COM-Port lieferbar) werden die Daten ausgelesen. Aus den Messwerten lassen sich mit der ME-WürfelSoft-Software grafisch Messkurven darstellen und im Excel-kompatiblen ASCII-Format für ein Protokoll zur Qualitätssicherungsüberwachung speichern. Der große Vorteil der Logger ist, dass sie autonom arbeiten, d. h. netzunabhängig mit der internen Batterie, und das über mehrere Monate.(JJ)