Treffpunkt Böblingen: In Seminaren und Workshops haben die Besucher die Möglichkeit, den einzelnen Technologien auf den Grund zu gehen und den Anbietern auf den Zahn zu fühlen.

Treffpunkt Böblingen: In Seminaren und Workshops haben die Besucher die Möglichkeit, den einzelnen Technologien auf den Grund zu gehen und den Anbietern auf den Zahn zu fühlen.Strobl

Ende März, genauer vom 25. bis 27. März 2014, erwarten rund 60 Unternehmen die Automatisierungsanwender in Böblingen – vor allem aus dem Großraum Stuttgart, einem Hot-Spot des Maschinen- und Anlagenbaus und natürlich der Automobilhersteller. In den Seminaren und den häufig daran anknüpfenden Workshops haben die Teilnehmer Zeit, den Produktstrategien und Lösungen der Unternehmen auf den Grund zu gehen.

Beijer Electronics bietet beispielsweise die Gelegenheit, das Zusammenspiel ihrer Produktkategorien zu testen: Bislang vor allem als Anbieter von HMI-Terminals, Panel-PCs und Visualisierungs-Software bekannt, ergänzt Beijer diesen Kern um weitere Automatisierungskomponenten wie eine Soft-SPS und Frequenzumrichter.Im Workshop demonstrieren die Referenten anhand eines Automatisierungsprojekts, wie sich Visualisierungs-Software, Bedienpanel, Steuerung und Peripherie kombinieren lassen.

Beijers derzeitige Automatisierungsplattform: Panel-PCs mit Codesys-Soft-SPS und HMI-Software kombiniert mit Frequenzumrichtern. Passende Remote-I/Os sind in Deutschland bislang nicht verfügbar.

Beijers derzeitige Automatisierungsplattform: Panel-PCs mit Codesys-Soft-SPS und HMI-Software kombiniert mit Frequenzumrichtern. Passende Remote-I/Os sind in Deutschland bislang nicht verfügbar.Beijer Electronics

Als HMI-Experte kommt ebenso das Thema benutzerfreundliche HMI-Oberfläche zur Sprache. Praxisnahe Beispiele zeigen konkret, was darunter zu verstehen ist und warum Usability aus der Automatisierungspraxis nicht mehr weg zu denken ist. Im Seminar erfahren die Teilnehmer vom Usability-Berater Claus Wagner (Connwecom) einige Tricks.

Anhand der Soft-SPS iX HMI Softcontrol erfahren die Teilnehmer worauf sie bei der Entwicklung ihrer Steuerungskonzepte achten müssen, welche Eigenschaften unterschiedliche Steuerungskonzepte auszeichnen und was den Unterschied der Kombination des HMI-Tools iX-Developer mit der Codesys-basierten Lösung ausmacht. Das Portfolio umfasst insgesamt sechs unterschiedliche Gerätevarianten in zwei Leistungsklassen mit Bildschirmdiagonalen von 4,5 bis 15″. Zum erfolgreichen Abschluss eines Automatisierungsprojekts gehört außerdem die schnelle Integration der Peripherie. Dies demonstrieren die Referenten anhand von Frequenzumrichtern, die Beijer seit November 2013 im Programm hat. Die drei Baureihen H2, E2 und P2 decken alle Asynchron- und permanenterregten Motoren im Leistungsbereich von 0,37 bis 160 kW ab und sind in IP20, IP55 und IP66 erhältlich. Apropos Automatisierungskomponenten: Fehlt in dem Portfolio nicht eine wichtiger Baustein?

Daten direkt von der Quelle: Warum den Umweg über die Steuerungen gehen, wenn sich die Kommunikationsleitung vor Ort rückwirkungsfrei ­anzapfen und die relevanten Produktionsparameter auslesen lassen.

Daten direkt von der Quelle: Warum den Umweg über die Steuerungen gehen, wenn sich die Kommunikationsleitung vor Ort rückwirkungsfrei ­anzapfen und die relevanten Produktionsparameter auslesen lassen.Hilscher

Big Data in der Produktion

Der Kommunikationsspezialist Hilscher demonstriert die Möglichkeiten seines Netzwerkanalyse-Tools, das auf einer weiteren Hardware-Plattfrom zur Verfügung steht – als tragbare Variante im robusten Metallgehäuse, das über Gigabit-Ethernet an PCs oder Notebooks betrieben werden kann. Mit der flexiblen Anbindung ist der Netzwerkanalyser auch an schwer zugänglichen Stellen einsetzbar. Auch diese Variante verfügt über zwei verzögerungsfreie (zero-delay) TAPs mit präziser Zeitstempelung. Zusätzlich unterstützen die Digitaleingänge neben 3,3 auch 24 V. Die Zusatz-Software Scope erlaubt es, aus einer laufenden Busaufzeichnung sämtliche übermittelten Prozessdatenwerte zyklusgenau in einem Linienschreiber zu visualisieren. Damit lässt sich über die Buskommunikation ein Automatisierungsprozess umfassend beobachten. Trigger- und Exportfunktionen stehen ebenso zur Verfügung. Damit ist es möglich mit nur einem Tool Messungen von der Kommunikations- bis hin zur Applikationsebene vorzunehmen. Der Workshop am 25. März 2014 teilt sich auf in ‚interaktive Analyse‘ und in ‚Zustandsüberwachung‘. Aufgezeigt wird, wie man die anfallenden Massendaten in einem Automatisierungsnetz schnell analysiert und den Überblick behält.

Automatisierungstreff: Seminare und Workshops am Dienstag, 25. März 2014

Automatisierungstreff: Seminare und Workshops am Dienstag, 25. März 2014IEE

Asem, ein Wettbewerber von Beijer aus Italien, thematisiert die Integration von Fernwartung in HMI-Plattformen. Deren Software-Lösung Ubiquity ermöglicht den Zugang zu Remote-Systemen via VPN auf Industrie-PCs mit Windows CE oder Windows 32/64 und Automationsgeräte (SPS, Laufwerke), die mit den Subnetzen des IPCs oder HMI-Terminals verbunden sind. Das Unternehmen sagt, dass die Software bei der Installation keine IT-Kompetenzen zur Konfiguration der Netze und der verschiedenen Firewalls erfordert. Der Zugang zu den Remote-Systemen (SPS, Umrichter, Laufwerke) oder der Aufbau einer VPN-Verbindung erfolgt menügeführt mit wenigen Klicks. Die Referenten demonstrieren den Zugriff auf Anlagen an anderen Standorten als ob sie direkt mit dem Firmensitz verbunden wären.

Ein Router erweitert das Spektrum der Remote Assistance-Reihe. Die kombinierte Hard- und Software-Lösung ermöglicht den Remote-Zugriff und die -Überwachung auf jedes Automatisierungs­gerät. Mit dem integrierten 2G/3G/3G+-Modem (RK11 oder RM11) können alle Anlagen und Automatisierungs-Netzwerke ohne kabelgebundenes Internet ferngewartet werden.

Automatisierungstreff: Seminare und Workshops am Mittwoch, 26. März 2014

Automatisierungstreff: Seminare und Workshops am Mittwoch, 26. März 2014IEE

Industrie 4.0 darf nicht fehlen

Unter dem Stichwort Industrie 4.0 soll mit intelligenter Vernetzung von Produktionsmitteln und Werkstücken die Fertigungslandschaft radikal verändert werden. Welche Auswirkungen hat die Zielsetzung Industrie 4.0 auf das Engineering und die Abläufe in Fertigung und Montage in Steuerungstechnik und Schaltanlagenbau? Damit neue Produktionsmethoden und -systeme überhaupt Wirklichkeit werden, sind intelligente Engineering-Plattformen und Softwaretools sowie durchgängige Prozesse entscheidende Voraussetzungen. Das Ziel: individuelle Produkte in Losgröße 1 in Serie fertigen. Im Workshop der Firma Eplan werden dazu die grundsätzlichen Anforderungen an Daten, Prozesse, Werkzeuge und Methoden erarbeitet. Im Themenfokus stehen virtuelles Prototyping, Standardisierung von Daten und Prozessen sowie die Daten-­Durchgängigkeit von der Planung über die Fertigung bis zur Montage und Inbetriebnahme. Die Referenten geben den Workshop-Teilnehmern interessante Einblicke in den Stand heutiger Software-Technologie und skizzieren ihre Vision von Engineering-Lösungen im Kontext von Industrie 4.0. Ebenfalls bietet der Workshop Raum, die Praxistauglichkeit der Konzepte zu diskutieren.

Automatisierungstreff: Seminare und Workshops am Donnerstag, 27. März 2014

Automatisierungstreff: Seminare und Workshops am Donnerstag, 27. März 2014IEE

Im Workshop Ritherm und Tools informiert Rittal, wie sich die komplexe Berechnung des Klimatisierungsbedarfs von Schaltschränken komfortabler und schneller als bisher realisieren lässt. Dabei werden Grundlagen und Besonderheiten bei der Klimatisierung von Schaltschränken vermittelt. Am Beispiel der Software Ritherm zeigen die Referenten, wie die Software Planer beim Anlagenbau unterstützt und wie hoch die Kosteneinsparungen durch effiziente Klimatisierung sein können. Neben den Seminaren und Workshops der Unternehmen finden parallel drei Trendsessions statt – und natürlich eine begleitende Ausstellung.