Noch sind intelligente und vollautomatisiert fahrende Fahrzeuge nicht auf den Straßen unterwegs, aber in Zukunft sollen sie ein fester Bestandteil des Straßenverkehrs sein. Um Teil der autonomen Fahrkultur zu werden, entwickelt Kiekert das Konzept „Autonome Tür“. In seiner autonomen Tür, kombiniert das Unternehmen die drei Technologien E-Schloss, I-Protect und I-Move, um Autotüren intelligent zu öffnen und zu schließen. Außerdem soll das System vermeiden, dass Verkehrsteilnehmer wie etwa Fahrradfahrer oder Fußgänger durch sich öffnende Türen verletzt werden.

Eine Berührung des Touchsensors entsperrt die autonome Tür, alternativ ist hierzu auch ein Befehl  über eine Smartphone-App möglich. Danach öffnet oder schließt sich die Autotür automatisch, wodurch ein manuelles Bedienen der Autotür nicht mehr notwendig ist. Beim Öffnen der Tür erkennt das System sowohl statische als auch bewegliche Objekte und bremst die Tür gegebenenfalls automatisch ab, wodurch sie Zusammenstöße verhindert. Teilweise sind diese Technologien bereits erhältlich (E-Schloss und I-Move), andere befinden sich noch in der Entwicklungsphase (I-Protect).

Touch-Sensor ersetzt den Türgriff

E-Schloss nennt Kiekert sein Zugangssystem, dass in Zukunft Türgriffe am Auto überflüssig machen soll. Mittels App oder Touchsensor gibt der Besitzer einen elektrischen Befehl, wodurch sich die Türe entsperren und öffnen lässt. Dadurch lässt sich sowohl die Komplexität als auch das Gewicht der Schließsysteme verringern, da mechanische Bauteile wie beispielsweise Bowdenzüge überflüssig werden. Außerdem entstehen für Autobauer neue Designräume.

Die Berührung des Touch-Sensors öffnet die autonome Tür von Kiekert.

Die Berührung des Touch-Sensors öffnet die autonome Tür. Kiekert

Zusätzlich verfügt das E-Schloss der autonomen Tür über mechanische Redundanz, auch temporäre Crashredundanz (TCR) genannt, wodurch die Funktionalität der Tür, insbesondere das Öffnen, im Falle eines Stromausfalls gewährleistet wird. Bei einem Unfall, sorgt TCR dafür, dass bei einem Abfall oder Ausfall der Batteriespannungsversorgung oder nach einer pyrotechnischen Trennung der Batterie ein mechanisches Subsystem aktiviert wird, das eine Rettung von außen zulässt.

 

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