(v. l.): Uwe Furtner, Erhard Meier (Matrix Vision), Flo-rian Hermle, Katrin Stegmaier-Hermle, Michael Unger (Balluff), Michael Wäschle und Joachim Mettenleiter (iss).

(v. l.): Uwe Furtner, Erhard Meier (Matrix Vision), Flo-rian Hermle, Katrin Stegmaier-Hermle, Michael Unger (Balluff), Michael Wäschle und Joachim Mettenleiter (iss). Balluff

Entsprechende Verträge unterzeichneten die Unternehmen nach einer rund sechsmonatigen Verhandlungsphase im Juli und August. Durch die Übernahme wächst die Zahl der Mitarbeiter bei Balluff um 160 Mitarbeiter, wobei die Standorte in Stuttgart-Vaihingen und Oppenweiler bestehen bleiben. Die beiden neuen Unternehmen in der Gruppe bereichern die Kernkompetenzen in zwei Feldern: Softwareentwicklung und Machine Vision. Daher führt die Integration die strategischen Ausrichtung des Unternehmens fort. „Insbesondere die Verbindung unserer Netzwerktechnik mit der Software-Kompetenz beider Unternehmen hilft uns, noch besser ganzheitliche Automatisierungslösungen aus einer Hand zu liefern,“ erklärt Balluff Geschäftsführer Florian Hermle. „Das Know-how von iss und Matrix Vision und ihren Mitarbeitern wird uns helfen, die großen Wachstumschancen der Digitalisierung noch besser und schneller zu nutzen und unser Portfolio sowohl im Bereich der Hardware als auch der Software zu erweitern.“

Stärkung der Software-Kompetenz

iss hat sich auf Tools, Testsysteme, Prozesse und Standardisierung in der Softwareentwicklung spezialisiert. Wie für Balluff selbst ist die Automobil- und Zuliefererindustrie die wichtigste Kundengruppe des 1996 gegründeten Unternehmens mit 60 Mitarbeitern. Innerhalb der Unternehmensgruppe soll iss die Funktion des internen Software-Spezialisten übernehmen, denn das Unternehmen aus Stuttgart-Vaihingen bringt Erfahrung beispielsweise aus dem Bereich der Embedded Systems in der Automobilindustrie mit. „Wir haben bereits 25 Software-Entwickler im Unternehmen“, sagt Hermle, „aber wir bauen unsere Kompetenzen in der Digitalisierung konsequent aus, und dafür brauchen wir dringend weitere Fachkräfte. Ganz konkret geht es darum, offene Software-Plattformen zu entwickeln.“

Den Maschinen das Sehen beibringen

Matrix Vision ergänzt mit seinem Produktportfolio das Programm der Gruppe in einem Bereich, der bislang eine vergleichsweise kleine Rolle spielt: kamerabasierte Sensorik beziehungsweise Machine Vision. Das 1986 gegründete Unternehmen hat sich mit seinen 100 Mitarbeitern auf Entwicklung und Vertrieb von Frame Grabbern, Standard-Industriekameras, intelligenten Kameras, Videosensoren, Embedded Systems und Software im Bereich industrielle Bildverarbeitung spezialisiert. „Mit Matrix Vision verbindet uns bereits seit vier Jahren eine erfolgreiche Entwicklungspartnerschaft“, sagt Hermle. „Eine unserer beiden kamerabasierten Produktlinien stammt von Matrix Vision. Dadurch wissen wir bereits, dass wir sehr gut zusammenpassen und sich unsere Produktlinien optimal ergänzen.“ Auch bei Matrix Vision hat das Thema Software einen großen Stellenwert: Rund 30 der 100 Mitarbeiter beschäftigen sich vor allem mit der Softwareentwicklung in der Bildverarbeitung im industriellen Umfeld. „Mit Matrix Vision bauen wir also sowohl unser Produktspektrum im Bereich der kamerabasierten Sensorik als auch unsere Kapazitäten in der Software-Entwicklung aus“, erklärt Hermle.