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Die Fassadenansicht des Labors für Batterietechnologien (eLaB) in Ulm.
Visualisierung des Anbaus.
Die Übergabe des Zuwendungsbescheides: KLiB-Vorsitzender Hubert Jäger, ZSW-Vorstand Frithjof Staiß, Bundesministerin Annette Schavan, ZSW-Vorstand Werner Tillmetz (von links nach rechts).
Die Zellfertigungsanlagen im eLaB.

Die Forschungsproduktionslinie am ZSW soll Herstellverfahren für prismatische Lithium-Batterien ab einer Größe von 20 Amperestunden (Ah) entwickeln und testen. Laut dem ZSW favorisiert die Industrie diese Technologie für Elektrofahrzeuge.

Das eLaB des ZSW

Das eLaB verfügt seit 2011 über vom BMBF geförderte Produktionstechnologien für kleine Lithium-Ionen-Zellen bis fünf Amperestunden (Ah) und über ein großes Sicherheits- und Batterietestzentrum. Mit der neuen Forschungsproduktionslinie können unter realen Produktionsbedingungen Musterserien hergestellt und Prozess- und Verfahrensparameter optimiert werden. Ziel ist, die Qualität der Zellen zu erhöhen, die Ausschussrate zu minimieren und gleichzeitig die Herstellkosten zu reduzieren. Das ZSW forscht auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. Am Standort Ulm betreibt das Institut das europaweit größte Entwicklungs- und Testzentrum für Hochleistungsbatterien und Brennstoffzellen.

Die Bundesministerin Annette Schavan hat am 20. Juli 2012 den offiziellen Zuwendungsbescheid für die Anlage in Höhe von 23,5 Millionen Euro überreicht. Die Produktionslinie wird im ZSW-Labor für Batterietechnologie (eLaB) bis 2014 errichtet. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, Deutschland zum Leitanbieter für Elektromobilität zu machen. Der Aufbau einer Pilotfertigungsanlage für Lithium-Ionen-Zellen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin“, erläuterte Ministerin Annette Schavan bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligten Projekt werden Lithium-Ionen-Batterien und deren Herstellverfahren entsprechend dem Standard der Automobilindustrie erforscht.

Die Gebäudeerweiterung des ZSW Labor für Batterietechnologie (eLaB) soll parallel mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg erfolgen. Der Initiator der Erweiterung ist der Industrieverbund Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien (KLiB e.V.). „Die Forschungsproduktionslinie schließt die Lücke beim Übergang vom Labormaßstab zur Serienfertigung, um die deutsche Industrie hin zum Leitanbieter von Batterien zu entwickeln. Damit wird eine wesentliche Forderung der Nationalen Plattform Elektromobilität erfüllt“, so KLiB-Vorsitzender Dr. Hubert Jäger.

„Die langjährige Erfahrung der ZSW-Forscher auf allen Gebieten der Lithium-Ionen-Technologie bildet ein ausgezeichnetes Fundament für den Transfer dieser Basistechnologie in die Wirtschaft „, bestätigt ZSW-Vorstand Professor Werner Tillmetz.