Der Umsatz der deutschen Baustoffanlagenhersteller ist 2016 um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,7 Milliarden Euro gestiegen. Der Zuwachs kam dabei vor allem aus dem Auslandsgeschäft.

Der Umsatz der deutschen Baustoffanlagenhersteller ist 2016 um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,7 Milliarden Euro gestiegen. Der Zuwachs kam dabei vor allem aus dem Auslandsgeschäft. VDMA

Schon Ende 2016 waren die Auftragseingänge in den meisten Teilbranchen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. „Das sollte sich in den nächsten Monaten dann auch in Umsatzwachstum wandeln“, sagte Sebastian Popp, Konjunkturexperte für Bau- und Baustoffmaschinen anlässlich des Baustoffanlagentages, den der VDMA Ende April in Frankfurt für seine Mitgliedsunternehmen veranstaltete.

Nach mehreren Jahren des Rückgangs ohne echte Impulse, ist der Branchenumsatz der deutschen Hersteller von Baustoffanlagen 2016 um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,7 Milliarden Euro gestiegen. Das Plus kam dabei vor allem aus dem Auslandsgeschäft. Auch der Anstieg der Auftragseingänge um rund 20 % war maßgeblich auf internationale Bestellungen zurückzuführen. Die USA sind weiterhin der größte Absatzmarkt für Baustoffmaschinen aus Deutschland, gefolgt von China und Russland. Die gute Lage ist jedoch kein Anzeichen für einen breiten Aufschwung. Es sind vor allem einzelne individuelle Großaufträge, die die Gesamtbranche rechnerisch nach oben ziehen.

Trotzdem ist die Branche für 2017 optimistisch. Die europäische Bauwirtschaft sollte sich mit einem Wachstum von geschätzt 2 % solide entwickeln, mit Deutschland und Großbritannien als Zugpferden. Die USA sowie einige Schwellenländer wie Indien oder Indonesien versprechen gute Marktchancen. Die Weltnachfrage nach Zement wird nach Angaben von IA Cement in diesem Jahr um 2 % steigen und die Bergbauunternehmen bekunden laut Citi Research nach einer langen Durststrecke weltweit wieder Kaufabsichten.

Einschätzungen aus den Teilbranchen

Die Hersteller von Betontechnik verzeichneten 2016 bei guter Entwicklung auf dem heimischen Markt einen starken Rückgang ihrer Aufträge aus dem Ausland. In den ersten 4 Monaten des Jahres hat sich die Auftragslage jedoch so zum Positiven entwickelt, dass die Maschinenhersteller hoffnungsfroh auf das Jahr schauten. Insgesamt habe die Branche aber kein Vertrauen in eine mittel- und langfristig stabile positive Entwicklung; weltweit stimmten die Rahmenbedingungen nicht.

Nach einem recht schwachen Umsatzjahr 2016 gehen sowohl die Hersteller von Aufbereitungstechnik als auch die Hersteller von Zement-, Kalk-, Gips- und Trockenmörtelanlagen 2017 von einem besseren Geschäft als im Vorjahr aus. Spätestens 2018 sollte es dann auch zu einer durchgreifenden Belebung kommen, so die Erwartungen in diesen beiden Teilbranchen.