Mehr Transparenz im Mikrokosmos: Mit dem Röntgensystem Phoenix-Micromex DXR-HD geht Bebro der Bauteilverarbeitung nun bis auf einen halben Mikrometer auf den Grund. Die immer engere Bestückungsdichte verlangt nach lückenloser Fehlerdetektion.

Mehr Transparenz im Mikrokosmos: Mit dem Röntgensystem Phoenix-Micromex DXR-HD geht Bebro der Bauteilverarbeitung nun bis auf einen halben Mikrometer auf den Grund. Die immer engere Bestückungsdichte verlangt nach lückenloser Fehlerdetektion.Bebro

Innovative Maschinen und hochkomplexe Geräte in der Medizin oder bei der Automatisierungs- und Antriebstechnik sind kostspielige Investitionen in Millionenhöhe. Sie obliegen zudem hohen Anforderungen an Sicherheit und garantierter Funktionsfähigkeit. Sei es, dass der Gesetzgeber durch Verordnungen die Messlatte hoch ansetzt oder Investoren aus rein wirtschaftlichen Erwägungen die Funktionssicherheit kontinuierlich und dauerhaft sicherstellen müssen – die integrierte Elektronik steht immer im Fokus des möglichen Ausfallrisikos.

Testbandbreite erweitert

„Wer als EMS-Anbieter die Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit einer Baugruppe in dem geforderten Maße sicherstellen will, muss die eigene Prozessführung im Griff haben – sicher und lückenlos überwacht“, erklärt Peter Sommer, Leiter des Technischen Vertriebs von Bebro Electronic. Er verweist auf den Umstand, dass zwangsläufig eine Vielzahl von Lötverbindungen auf der Leiterplatte unterhalb der Bauteile angebracht ist. Eine optische Inspektion sei hier einfach ausgeschlossen. Die Lösung sieht er in einem Röntgengerät, mit dem es möglich ist, auch Festkörper zu durchdringen und mit dem so gewonnenen Bild eine zweifelsfreie Prozess- und Qualitätsbewertung vornehmen zu können.

Röntgen-Detektionsgeräte, wie das von Bebro nun in Dienste gestellte Phoenix-Micromex, sind mit einer hochauflösenden mikrofokussierten Röntgenröhre ausgestattet. So werden Unregelmäßigkeiten im Detail erkennbar, die nicht größer als einen halben Mikrometer sind, in digitaler Bildverarbeitung festgehalten. „Auch herstellungsbedingte Fehler bei den Bauteilen und Leiterplatten bilden ein nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial, das wir mit unserem Rundum-Service für die bestätigte Fehlerfreiheit abzudecken haben“, verdeutlicht Peter Sommer. Dank der auffallend hohen Positioniergenauigkeit des Gerätes lassen sich selbst bei Schrägdurchstrahlung und Drehung der Prüfobjekte hochauflösende 3D-Bilder erzeugen. Auf diese Weise werden künftig bei Bebro mögliche Fehler im Leiterplatteninneren aufgedeckt, das Bauteilinnere zerstörungsfrei unter die „Röntgen-Lupe“ genommen und die Materialuntersuchungen an mechanischen Bauteilen vorgenommen.