Bei mehr als zwei Drittel der Unternehmen der Verpackungsbranche (70 %) fehlen aktuell noch die notwendigen Kompetenzen, um die Digitalisierung zu meistern.

Bei mehr als zwei Drittel der Unternehmen der Verpackungsbranche (70 %) fehlen aktuell noch die notwendigen Kompetenzen, um die Digitalisierung zu meistern. Porsche Consulting

Laut der Umfrage spielt die Digitalisierung in Verpackungsunternehmen besonders an der Schnittstelle zu ihren Kunden, beispielsweise den Lebensmittelproduzenten, eine wichtige Rolle (85 %). 70 % der befragten Manager sind überzeugt, dass sie Aufträge in zwei Jahren in einem digitalen System von ihren Kunden entgegennehmen werden. Bisher ist das erst bei zwei von zehn (21 %) der Fall. Zudem nennen die Befragten, dass Planung und Steuerung der Produktion (83 %) sowie der maschinelle Herstellungsprozess der Verpackungen selbst (78 %) digitalisiert werden sollen.

Rund die Hälfte der Manager glaubt, dass die Innovationen der Industrie 4.0 in ihrem Unternehmen innerhalb von zwei Jahren Wirklichkeit werden. Dann werde die optimale Reihenfolge von Aufträgen automatisch ermittelt und für die Produktion eingeplant werden, sagen 55 %. 57 % der Befragten erwarten für 2018, dass auch die Herstellung der Verpackungen auf Basis von Echtzeitdaten gesteuert wird.

Echtzeit-Datenaustausch wird sich verdreifachen

Die Umfrage von Porsche Consulting ergab außerdem, dass bisher nur 15 % der Unternehmen auf Daten wie den Lagerbestand ihrer Kunden Zugriff haben und so automatisch informiert werden, wenn Nachschub benötigt wird. In den kommenden zwei Jahren werde sich dieser Wert aber fast verdreifachen (auf 43 %), prognostizieren die Manager. Ein solcher Echtzeit-Datenaustausch, bei dem der Hersteller die Verantwortung über den Produktbestand bei seinen Kunden übernimmt, ist in der Handelsbranche bereits weit verbreitet. Das erhöht die Kundenbindung und vermeidet zugleich unnötige Vorräte. Insgesamt wird dem digitalen Wandel eine große Bedeutung für die Verpackungsbranche zugeschrieben. Drei von vier Befragten (75 %) fürchten, dass ihr Unternehmen seinen Marktanteil ohne Digitalisierungsstrategie nicht halten kann. Dennoch beschäftigt sich erst ein Drittel (35 %) intensiv damit.