Bild 1: Mithilfe eines LED-Beleuchtungskonzepts lassen sich im Modegeschäft verschiedene Licht-Stimmungen generieren.

Bild 1: Mithilfe eines LED-Beleuchtungskonzepts lassen sich im Modegeschäft verschiedene Licht-Stimmungen generieren. Shutterstock

Moderne LED-Leuchten können mittlerweile viel mehr als nur auf Knopfdruck hin einen konstanten Lichtstrom mit konstanter Farbtemperatur zur Verfügung zu stellen. Mithilfe entsprechender Elektronik bieten sich viele zusätzliche Möglichkeiten – und hier kommt der Distributor Atlantik Elektronik ins Spiel. So sind Dimmen, Farbe, Farbverläufe oder Farbübergänge mit verschiedenen zeitlichen Einstellungen konfigurier- und abrufbar. Zudem lassen sich komplette Szenarien zusammenstellen und als vordefinierte Stimmung auf Knopfdruck auf einem Terminal abrufen. Dabei ist nicht einmal ein spezielles Terminal erforderlich, das zusätzliche Kosten verursacht, denn mit den passenden Apps lassen sich Smartphones oder Tablets ohne großen Aufwand in vorhandene Netze einbinden.

Atlantik Elektronik hat bereits mehrere Beleuchtungsprojekte nach kundenspezifischen Anforderungen realisiert. Die Beleuchtung lässt sich dabei mit einer entsprechend ausgelegten Hardware sehr flexibel steuern: entweder analog mit einer variablen Spannung zwischen 0 und 10 V oder per PWM, Dali oder DMX. Als Basis hierfür dient der Blue-Lite-Controller (BLC), dessen Herzstück das Bluetooth-Smart-Modul BTM101 ist, das auf dem CSR1010 aufbaut.

Die BLC-Lösung überbrückt eine Technologielücke in der Leuchtmittel-Branche. Jahrelang beruhte die Produktentwicklung in diesem Sektor auf Form und Design der herkömmlichen Leuchtenleistung. Mit Entwicklung der LED-Leuchtmittel ergaben sich zusätzliche Differenzierungsmerkmale, die es möglichst schnell zu erschließen gilt. Jetzt steht das schnelle Erreichen des Marktes (Time to Market) bei gleichzeitiger Senkung der Entwicklungskosten und Know-how-Aufbaukosten (Total Cost of Ownership) auf der Agenda.

Hardware als Brücke zum IoT

Neben der Einsparung des Kabelmediums eröffnet die Bluetooth-Funklösung erheblichen Spielraum für die nachträgliche (Retro)-Ausstattung von Bestandsgebäuden mit intelligenter Technologie. Der entscheidende Vorteil des Blue-Lite-Controllers im Vergleich zu ähnlichen Lösungen besteht darin, dass hier kein Gateway oder Router erforderlich ist. Neben dieser Einsparung lassen sich Lampen, aber auch andere „Smart Things“ im IoT, direkt steuern, überwachen und konfigurieren.

Die Hardwareseite der BLC-Lösungen basiert auf dem Bluetooth-Smart-Modul BTM101 von Flairmicro. Dieses Single-Mode-Modul mit oder ohne Antenne bietet, im BLE-Connected-Modus mit 192 kbit/s eine ausreichend hohe Datendurchsatzrate – und das bei sehr geringem Energieverbrauch.

Die BLC-Module können kundenspezifisch angepasst werden; je nach Erfordernis lassen sie sich mit  DC- oder AC-Versorgung, Dali, DMX, PWM oder einfach mit einem Lastrelais an Applikationen anschließen. Ein USB-Dongle für einen PC befindet sich ebenfalls im Angebot. Aufgrund seiner kompakten Abmessungen findet sich meist ein Platz zum Einbau des BLC. Zum Service bei Atlantik Elektronik gehört neben der Lieferung des Moduls mit der Embedded-Software auch die Erstellung einer zugeschnittenen App für iOS und Android, inklusive GUI-Design.

Lichtszenarien nach Wunsch

Mit der entsprechenden Software ist es möglich, unterschiedliche Funktionen je nach Kundenwunsch zu implementieren. Dazu zählt beispielsweise die Möglichkeit, Gruppen und Szenen zu definieren oder Sequenzen zu programmieren. Das ermöglicht es, Leuchten in mehrere Gruppen einzuteilen. So lässt sich zum Beispiel der Eingangsbereich eines Modegeschäfts in unterschiedliche Lichtverhältnisse hüllen, während der Kassenbereich in ganz anderem Licht erstrahlt. Mit einem derartigen System ist es möglich, in einem Laden sofort die Stimmung zu ändern, je nachdem ob das Licht an- oder ausgeschaltet, gedimmt oder ein Beleuchtungsszenario für Reinigungsarbeiten aktiviert ist. Zudem kann ein Mitarbeiter, der mit seinem Tablet im Geschäft steht, die Effekte direkt beobachten und zielgerichtet anwenden.

Beleuchtungskonzepte in Verkaufs- und Geschäftsräumen spielen eine zunehmende wichtige Rolle als Gestaltungsmöglichkeit. Schließlich besitzt Licht eine nicht zu unterschätzende Anziehungskraft, denn es erzeugt Stimmungen und kann Einfluss auf unser Verhalten nehmen.

In Zusammenarbeit mit renommierten Herstellern für Retail-Beleuchtung konnte Atlantik Elektronik diverse Mode-, Food- sowie Automotive-Shops international agierender Hersteller mit der BLC-Beleuchtungssteuerung ausstatten.

Für die verantwortlichen Lichtplaner und Designer entstanden dadurch neue Möglichkeiten, Licht gezielt einzusetzen, um die Waren in ein optimiertes Feld zu führen. Dabei hängt die Licht-Inszenierung ganz entscheidend von den Bedürfnissen der Kunden und deren Zielgruppen ab. Eine Flexibilisierung in diesem Bereich kann eine gesteigerte Wertschöpfung des Anbieters für seine Produkte nach sich ziehen. Zudem ist diese auch wirtschaftlich für den Ladenbetreiber interessant, da in vielen Fällen weniger Leuchten als bisher üblich erforderlich sind, um unterschiedliche Beleuchtungsszenarien umzusetzen.

Eck-Daten

Blue Lite Controller (BLC) ermöglichen die Steuerung von LED-Beleuchtungssystemen. Auf diese Weise lassen sich verschiedene LIchtsettings entwickeln, die zum Beispiel zur Verkaufsförderung in Geschäftsräumen eingesetzt werden. Distributor Atlantik Elektronik bietet dazu kundenspezifisch konfigurierbare Boards und einen entsprechenden Support an.

Beleuchtungssysteme unkompliziert handeln

„Die Integration der BLC in bestehende Leuchten ist einfach“, betont Ottmar Flach, Geschäftsführer bei Atlantik Elektronik, denn der BLC wird direkt an den LED-Treiber (EVG) der jeweiligen Leuchte angeschlossen. Dabei kann der BLC seine Versorgungsspannung entweder aus dem Treiber (DC) oder direkt über die Netzversorgung (230 V) beziehen.

Nach der Installation der herstellerindividuellen App auf den Tablets oder Smartphones steht die Konfiguration an. „Da es hier kein Gerät als Schaltzentrale zwischen BLC und Tablet/Smartphone gibt, erhöht sich die Systemausfallsicherheit enorm“, hebt Ottmar Flach hervor. Selbst wenn eine Leuchte ausfällt, ist nicht das ganze System betroffen, denn das Signal wird trotz allem durch das Mesh-Netzwerk weitergeleitet. Im Laden wird es somit nicht dunkel.

Besonders das Feature der multiplen Verbindungen ist von großer Bedeutung. Hierbei lässt sich die Beleuchtung von verschiedenen Endgeräten aus steuern, und auch die Anwahl bestimmter Sequenzen ist möglich, während die Konfiguration nur durch ein Endgerät oder passwortgeschützt erfolgt. Ein derartiges  LED-Leuchten-Netzwerk kann sehr groß werden, denn durch die 16-bit-Adressierung sind bis zu 64.000 Knoten in einem Netzwerk möglich.

Der Software Stack von Atlantik unterstützt individualisierte Lösungen, darunter den Support von Licht-Protokollen wie DALI und DMX, aber es sind auch proprietäre Protokolle möglich. Durch die Unterstützung einer Echtzeituhr (RTC) lassen sich auch Kalender, Sequenzen oder Timerfunktionen per App nutzen.

Ausblick

Unter Beachtung der Sicherheitsaspekte zeichnen sich im Smart-Home-Segment für die Zukunft verschiedene Entwicklungen ab. Glaubt man einer Bitkom-Studie, dann werden sich vernetzte Geräte und smarte Services im Haus langfristig durchsetzen. Rund 82 Prozent der befragten Verbraucher sind dieser Ansicht. Darüber hinaus sieht fast jeder Dritte den Durchbruch auf dem Massenmarkt innerhalb von drei bis fünf Jahren. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine von Deloitte in Zusammenarbeit mit Bitkom und weiteren Verbänden aufgestellte Prognose zur Anzahl der vernetzten Heime in Deutschland. Bei einer konservativen Rechnung geht man davon aus, dass es im Jahr 2020 eine Million Smart-Home-Haushalte in Deutschland geben wird. Damit würde sich die Anzahl der Smart Homes innerhalb von fünf Jahren mehr als verdreifachen. Ende 2013 zählte Deutschland gerade einmal 315.000 intelligent vernetzte Privathaushalte. Bei einer günstigeren Entwicklung könnte sogar schon im Jahr 2018 die Millionengrenze überschritten werden.

Die Harmonisierung auf diesem Gebiet schreitet ebenfalls voran. Zielführend ist dabei, wenn eine Technologie mehrere Anwendungen abdecken kann, wie die Bluetooth-Technologie veranschaulicht. Man denke an die Bluetooth-Anbindung für Audio (Telefon und Musik) sowie Remote Control, Health & Wearables und Sensoren mit BLE sowie die I-Beacon-Technik für Lokalisierung und Werbung. All dies ist mit Smart Devices direkt ohne Verwendung von Gateways realisierbar.

„Alles in allem sehen wir hier eine Win-Win-Win-Situation“, fasst Ottmar Flach die Marktsituation zusammen. „Unsere Hersteller sichern sich mit der Partnerschaft den Zugriff auf ein starkes Vertriebs- und FAE-Team. Neue Marktsegmente und Applikationen eröffnen gleichzeitig auch neue Chancen, um weiter zu wachsen und sich noch erfolgreicher am Markt platzieren zu können.“

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Die Mischung macht‘s

Die Mischung gehört für Atlantik Elektronik zur Firmenphilosophie. „Ein geschickter Produktmix, kombiniert mit hoher Lagerverfügbarkeit, flexiblen Sonderbeschaffungen und professioneller Logistik führt zu sehr hoher Kundenzufriedenheit und langfristigen Partnerschaften“, erklärt Ottmar Flach, Geschäftsführer des in Planegg bei München beheimateten Unternehmens, das sich auf Halbleiter für die Märkte Automotive, Industrial, Consumer sowie Health & Fitness spezialisiert hat. Hinzu komme ein weiterer Trend: „Wir verspüren mehr denn je bei unseren Kunden den Drang zum qualitativ hochwertigen und umfassenden Service aus einer Hand und einer einzigen Bezugsquelle“.

Das Geschäftsmodell der Atlantik Elektronik basiert laut Flach auf dem Grundsatz, den Kunden entlang des gesamten Produktlebenszyklus‘ zu unterstützen und zu beraten. Die Leistungen reichen dabei von der Produktidee über die Entwicklung, den Einkauf, die Produktion, den Verkauf, die Logistik bis hin zu Nachfolgeserien.

Von der Produktidee bis zum Verkauf

Zum einen will der Distributor Kunden dabei unterstützen, über Produktideen neue Marktfelder zu erschließen und bestehende weiterzuentwickeln. Auch Hilfe bei der Entwicklung durch Atlantik Elektroniks Service-Team gehört zum Portfolio. Neben dem Design-In von Halbleiterprodukten hat sich das Unternehmen  vor allem auf kundenspezifische Hard- und Softwareentwicklung verlegt.

Im Einkauf arbeitet Atlantik Elektronik mit etablierten Herstellern zusammen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist ein adäquates Qualitätsmanagement. Ottmar Flach konstatiert in diesem Zusammenhang, dass der Distributor „mit seiner Markterfahrung sowie der engen Hersteller- und Kundenbindung … ein ausdifferenziertes Personen- und Firmennetzwerk entwickelt“ habe.

Um Qualitätsstandards und Kundenanforderungen im Verkauf gerecht zu werden, arbeitet Atlantik Elektronik mit entsprechend geschultem Fachpersonal. Neben einem technisch und wirtschaftlich versierten Vertriebsteam beschäftigt das Unternehmen auch ein Field-Application-Engineer-Team.

Logistik, Nachfolgeserie und End-of-Life

Für Kundenzufriedenheit und -bindung ist eine einwandfreie Lieferung ausschlaggebend. Vor diesem Hintergrund hat sich Atlantik Elektronik intensiv mit der Entwicklung weltweiter Logistikkonzepte sowie mit deren Integration in eine effiziente Organisation interner und externer Abläufe beschäftigt. Hierbei bietet das Unternehmen ein Logistik-Portfolio, das von der Lagerhaltung bis hin zu Konsignationslagern mit EDI- Anbindung reicht.

Um auch in Zukunft am Markt zu bestehen, bedarf es ständiger Produktmodifizierungen und technischer Anpassungen. Über die intensive Kooperation mit Herstellern will Atlantik Elektronik zum einen in der Lage sein, Spezifikationswünsche der Kunden für die Folgeserie frühzeitig zu berücksichtigen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, Produktdefinitionen gemeinsam mit den Entwicklern der Ziel-Applikation zu erarbeiten.

Der Distributor habe sich „zu einem international agierenden Lösungsanbieter entwickelt, dessen Leistungsumfang von der Beratung bis zur Entwicklung und Umsetzung neuartiger ODM-Produkte in Mitteleuropa reicht“, betont Ottmar Flach. „Dieser Erfolg basiert auf unseren jahrelang aufgebauten langfristigen zufriedenen Kundenbeziehungen.“ Mit technologisch führenden Lösungen gelte es, den Kunden einen Vorsprung in ihren spezifischen Marktsegmenten zu verschaffen und  zu sichern.

Drei Prinzipien als Basis der Kundenbindung

Entsprechende Lösungsansätze hat der Distributor auf Basis der folgenden drei Prinzipien entwickelt: Time to Technology, Time to Market sowie Reduction of Total Cost of Ownership. Je nach Know-how des Kunden, geplanter Roadmap, Ressourcenlage und Volumen des Projektes legt Atlantik gemeinsam mit dem Kunden die Vorgehensweise fest.

Time to Technology begreift Atlantik Elektronik als Kernkompetenz, um neue Technologien frühzeitig auszumachen und  mit zu etablieren. In den vergangenen Jahren habe sich dies angesichts des immer schneller drehbaren Produktionskarussells herauskristallisiert. Das zweite Prinzip beruht auf Time to Market. So beschäftigt der Distributor Fachpersonal, das den Kunden sein Wissen als Serviceleistung zur Verfügung stellt. Dies soll ihnen eine schnellere Produkteinführung, eine verkürzte Design-In-Periode und somit einen beschleunigten Start of Production (SOP) ermöglichen.

Reduction of Total Cost of Ownership, das dritte Prinzip, soll den Return on Investment (ROI) der Kunden optimieren. Die Verbindung zwischen neuartiger Technologie und fachlichem Know-how bietet Entwickler nach dem Firmenverständnis nicht nur einen temporären Vorsprung in der Produktentwicklung. Mit dieser Kombination sparten die Kunden auch Kapital, da sie keine  Aufwendungen für Testequipment tätigen müssten und auch nicht für zusätzliche Arbeitskapazitäten sorgen müssten. Im Optimalfall zieht das eine Steigerung der Effektivität sowie eine Erhöhung des ROI nach sich.

Beteiligung an Technologieentwicklungen

Teil der Firmenphilosophie von Atlantik Elektronik ist, sich an Technologieentwicklungen zu beteiligen, betont Ottmar Flach. Die eigene Erfahrung und das Elektronik-Fachwissen, gebündelt mit dem Know-how der Hersteller, werden zur Entwicklung kundenspezifischer Lösungen herangezogen. Über Bundling-Konzepte, also die Bündelung von Produkten aus dem Distributionsportfolio, gepaart mit hauseigener Software und App-Entwicklung für Smartphones und Tablets unter iOS oder Android, lasse sich zusätzliches Geschäft generieren. Darüber hinaus könnten die Kunden auch auf die Dienste von Atlantik Elektronik Services zurückgreifen, die bereits zahlreiche Projekte durchgeführt haben.

Die Atlantik Elektronik Services schlagen die Brücke zum Internet-der-Dinge, dem IoT. „Das IoT hat eine wichtige Bedeutung, weil es unter anderem Marktbereiche wie Automotive, Health & Fitness, Wearables sowie Home- und Building Automation stärkt“, stellt Ottmar Flach fest.

Bildergalerie
Bild 2: Die BLC-Module können kundenspezifisch angepasst werden, zum Beispiel für eine DC-Versorgung.
Bild 3: Aufgrund seiner kompakten Abmessungen findet sich meist ein Platz zum Einbau des Blue Lite Controllers. Im Bild ist ein Blue Lite Controller für eine AC-Versorgung zu sehen.
Bild 4: Kundenspezifische Retail-Beleuchtungssysteme lassen sich über eine App steuern.
Bild 5: IoT: Werden alltägliche Gegenstände mit Sensoren, Mikroprozessoren und Kommunikationsmodulen ausgestattet und miteinander vernetzt, entstehen viele Möglichkeiten.
Bild 6: Ottmar Flach, Geschäftsführer bei Atlantik Elektronik, hört von Kunden immer häufiger die Forderung nach Lösungen aus einer Hand.