Damit die Bahn auch wirklich kommt, müssen alle Komponenten strenge Kriterien erfüllen – bis hinab zum Baugruppenträger.

Damit die Bahn auch wirklich kommt, müssen alle Komponenten strenge Kriterien erfüllen – bis hinab zum Baugruppenträger.Heitec

Globalisierung, höhere Marktanforderungen, kürzere Time-to-Market und Just-in-Time-Produktion: All das klappt nur mit einem effizienten Gütertransport. Die beteiligten Unternehmen binden die unterschiedlichen Transportkonzepte immer mehr in die ganzheitlichen Wertschöpfungsketten der Logistik ein. Das zu beherrschen gelingt nur mit immer mehr Elektronik im Transportwesen, um die immensen Datenmengen zu verarbeiten, das Informationsmanagement und die Kommunikation zu verbessern sowie den Waren- und Datenfluss zu kontrollieren. Diese steigende Komplexität stellt auch alle beteiligten Zulieferer vor immer größere Herausforderungen.

Gut beobachten lässt sich das an einem Beispiel aus dem Schienengüterverkehr. Für Baugruppenträgersysteme, die im Güterverkehr On- und Off-Track zum Einsatz kommen, also sowohl im Zug (On) als auch im Stellwerk (Off), gibt es besondere Vorgaben. Es handelt sich schließlich um raue Umgebungen mit hohen Anforderungen an die mechanische Stabilität sowie Robustheit etwa gegen extreme Temperaturschwankungen. Wie für andere regulierte Industriebereiche auch müssen alle Bauteile den einschlägigen Normen genügen.

Jeder Hersteller muss seine Produkte streng auf ihre Eignung testen: Für Elektronik-Einrichtungen in Schienenfahrzeugen gilt die Norm EN 50 155, denn von der Zuverlässigkeit der Mechanik hängt in hohem Maße auch die Zuverlässigkeit der Elektronik und damit nicht selten das Gelingen des ganzen Projekts ab. Der Aufbau der Gehäusemechanik basiert auf den Vorschriften der IEC 48D (DIN EN 60297-3x) der International Electrotechnical Commission. Diese Vorschriften regeln die mechanische Struktur und Dimensionierung der Elektronik sowie ihre Kompatibilität und Interoperabilität mit verbundener Ausrüstung.

Die Aluminium-Baugruppenträger der Serie Ripac Vario Mobil sind im Sinne eines Baukastens in verschiedenen Größen erhältlich.

Die Aluminium-Baugruppenträger der Serie Ripac Vario Mobil sind im Sinne eines Baukastens in verschiedenen Größen erhältlich.Heitec

Passgenaue Baugruppenträgersysteme

Die Mobil-Baugruppenträgersysteme Ripac Vario von Heitec sind genau auf diesen mobilen Einsatz abgestimmt und gemäß IEC 600-68-2-6 Prüfung Fc und IEC 600-68-2-27 Prüfung Ea schwing- und schockgeprüft. Die IEC-Vorschriften definieren, welche Testvorgaben die Komponenten und Ausrüstungen etwa im Hinblick auf Schwingungsdämpfung oder EMV-Dichtigkeit erfüllen müssen, um Einwirkungen wie Rotation, Schwingungen, Druck oder Erschütterung etwa beim Einsatz in Flugzeugen, Fahrzeugen oder Zügen zu widerstehen.

Aluminium-Baugruppenträger der Serie Ripac Vario Mobil sind in verschiedenen 19”-Höhen wie 3HE und 6HE erhältlich und ausgelegt für Kartenformate bis 220 mm Tiefe. Der Kunde kann die Baugruppenträger mit ihren variablen Elementen genau an die Applikationsbedürfnisse anpassen, sei es als in sich geschlossene Systeme, für den Einbau in 19”-Schränke oder flexibel gestaltbar. Zum Lieferumfang gehören Flansche, Abschlussprofile, Seitenwände, EMV-Federn, Deckbleche, Befestigungsblöcke, Verbindungsschienen, Gewindeleisten sowie Isolierstreifen.

Heitec liefert die Baugruppenträger komplett montiert, der Kunde kann sie nach Wunsch aber mit unterschiedlichen Frontplatten, verschiedenen Auswurfhebeln und anderem zusammenstellen, je nach den Anforderung der Applikation an EMV-Schutz, Kabelführung, Stromversorgung, Belüftungskonzept, Performance, Kartenanzahl oder Anbindung. Besonderheiten der Anwendungen lassen sich also schon sehr frühzeitig berücksichtigen. Der rückseitige Ausbau für Busplatinen und Steckverbindermontage ist einfach zu bewerkstelligen.

Flexibler Baukasten

Der Kunde erhält auf diese Weise einen kompletten, vorzertifizierten Systembaukasten. Anpassen und erweitern lässt sich das System mit dem erhältlichen Zubehör und in Kombination mit der Schwesterproduktfamilie der Ripac-Vario-Gehäuse mit baugleichen Verbindungsschienen und Systemkomponenten. Ripac Vario lässt sich – wie der Name andeutet – variabel auf EMV-Anwendungen, komplexe Ausbauten, Montageplatten oder Hutschienen ausrichten. Das modulare Konzept der Ripac-Baugruppenträger ermöglicht so mit einem Minimum an Bauteilen und sehr einfacher Adaption ein Maximum an Möglichkeiten.