Bei den Scientific-CMOS-Bildsensoren ist kein Bildverstärker erforderlich.

Bei den Scientific-CMOS-Bildsensoren ist kein Bildverstärker erforderlich.Eureca Messtechnik

Zudem ist aufgrund der hohen Lichtempfindlichkeit bei den Scientific-CMOS-Bildsensoren kein Bildverstärker erforderlich. Mit diesen Eigenschaften in Kombination mit dem günstigen Fertigungspreis eignen sich die Sensoren für den breiten Einsatz in der industriellen Überwachung und Sicherheitstechnik ebenso wie für den wissenschaftlichen oder kommerziellen Foto- und Videobereich. Bestes Beispiel ist der Hawkeye CIS 1910F mit einem aktiven Bildbereich von 1920 × 1080 Pixel bei 6,5 × 6,5 µm2 Pixelgröße, der hohe Quantenausbeute mit großer Empfindlichkeit, sehr niedrigem Dunkelstrom sowie einem Ausleserauschen von annähernd einem Elektron (rms) verbindet. Damit übertrifft der Sensor die Werte herkömmlicher CCD-Lösungen und liefert sogar bei sehr wenig Licht eine Bildqualität, die sich mit Aufnahmen konventioneller Kamerasysteme mit Bildverstärker messen kann.

Dafür sorgen rund 4000 auf dem Chip integrierte Analog-Digital-Umsetzer, die auch bei der hohen Bildrate von 100 fps eine kombinatorische Digitalisierungstiefe von 16 Bit liefern. Unter Berücksichtigung des Ausleserauschens ist damit ein effektiver linearer Dynamikbereich von 88 dBu möglich. So lassen sich selbst bei wechselnden Lichtverhältnissen wie etwa Scheinwerfern entgegenkommender Fahrzeuge Überstrahlungen oder undifferenzierte dunkle Zonen vermeiden. In Europa sind die Bildsensoren seit Mitte 2014 in zunächst fünf Ausführungen mit Auflösungen bis 5,5 MPixel erhältlich, weitere Modelle folgen. Außerdem sind Varianten angedacht, beispielsweise mit speziellen Gehäusen oder Sensorversionen sowohl in Monochrom als auch in Farbe.

Mit einem von Eureca entwickelten Simulationssystem können sich Interessenten auch ohne Prototypenbau, Labormuster oder andere Hardware einen Eindruck von der Bildqualität der Sensoren in einer beliebigen Kamerakonfiguration verschaffen. Das System leitet aus den technischen Daten von Bildsensor und Kamera ab, wie die Abbildung einer Szene mit diesem Equipment aussehen würde. Dabei erzeugt das Programm sowohl Stand- als auch Bewegtbilder und berücksichtigt alle relevanten Effekte wie Photonen-, Dunkel- und Ausleserauschen, Dunkelstrom, Fixed-Pattern-Noise, Modulations- und Kontrasttransferfunktion, De-Bayering oder Dynamikumfang des Sensors.