Ultraschall-Geräte mit über 100 Kanälen sind ein Anwendungsgebiet der neuen Technologie.

Ultraschall-Geräte mit über 100 Kanälen sind ein Anwendungsgebiet der neuen Technologie.STMicroelectronics GmbH

STMicroelectronics gibt die erfolgreiche Demonstration einer zur nächsten Generation zählenden Variante seiner bekannten Smart-Power-Technologie bekannt. Es wird erwartet, dass die neue Technologie die Leistungsaufnahme eines breiten Spektrums elektronischer Systeme von medizinischen Ausrüstungen bis zu Akkuladeschaltungen in Hybridfahrzeugen entscheidend verringern wird.

Bei der neuen Technologie handelt es sich um eine zur nächsten Generation zählende Variante der weltweit führenden BCD-Smart-Power-Halbleitertechnologie (Bipolar-CMOS-DMOS) von ST, die eine Kombination aus SOI-Substrattechnologie (Silicon-on-Insulator) und 0,16-µm-Lithographie darstellt. Chipdesigner werden damit die Möglichkeit erhalten, Logikschaltungen hoher Dichte (1,8 V und 3,3 V CMOS) in voller dielektrischer Isolation mit einem Komponenten-Portfolio zu kombinieren, zu dem unter anderem Leistungs-MOSFETs für Spannungen bis zu 300 V, rauscharme Bauelemente und große Widerstände gehören.

Das ermöglicht die Herstellung von ASICs, wie sie sich mit konventionellen, ganz aus Silizium bestehenden Substraten nicht implementieren lassen.
Die Machbarkeit der Technologie wurde von ST bereits verifiziert, indem das Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem weltweit führenden Anbieter medizinischer Ausrüstungen einen Demonstrator-Chip für Ultraschallscanner produzierte. Der Baustein unterstützt mehr als hundert Kanäle und ist für die kommende Generation von Scannern vorgesehen, die Tausende von Kanälen benötigen.

Selbst die beste heute auf dem Markt befindliche Technologie lässt diesen Integrationsgrad nicht zu, unterstützen derzeitige Chips doch in der Regel nur acht Kanäle. Die Entwicklung dieser Technologie ist eines der Ergebnisse eines fortschrittlichen europäischen F&E-Projekts. Die EU hat durch die ENIAC-Initiative (European Nanoelectronics Initiative Advisory Council) umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf diesem Sektor in Europa gefördert. Im Rahmen von ENIAC schlossen sich ST und 17 weitere europäische Partner zum SmartPM-Konsortium (Smart Power Management in Home and Health) zusammen.