Dies verdeutlicht eine aktuelle Studie der Financial-Services-Einheit von Siemens (SFS), die in zehn Ländern den Anstieg der Energiekosten für Unternehmen betrachtet und mögliche Gegenmaßnahmen analysiert. Unternehmen in den USA könnten 16,7 Milliarden Euro und in China 8,7 Milliarden Euro einsparen. Indische Unternehmen kämen laut der Studie auf 5,4 Milliarden Euro, britische auf 3,2 Milliarden Euro und französische auf 2,7 Milliarden Euro. Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation führe jedoch oft zum Aufschub notwendiger Investitionen.

Vor allem der Austausch von Motoren und Antrieben sowie die Modernisierung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) bergen das größte Energiesparpotenzial. Insbesondere der Einsatz drehzahlvariabler Antriebe in Pumpen, Lüftern oder Kompressoren kann den Energieverbrauch um 20 bis 70 % verringern. Da bisher erst wenige Antriebe über eine elektronische Drehzahlregelung verfügen, sind die Einsparmöglichkeiten bei Energie und Kosten hier noch nicht ausgeschöpft. Den aktuellen Studienergebnissen zur Folge ließen sich insgesamt circa 50 bis 70 % der industriellen Prozesse auf diese Art verbessern.

Die Analyse beruht auf veröffentlichten Quellen, die zur Berechnung der Energiekosten des industriellen Sektors sowie zur Schätzung potenzieller Einsparungen herangezogen und analysiert wurden. Betrachtet wurden die zehn Länder China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Polen, Russland, Spanien, Türkei und die USA. Die Untersuchung wurde von April 2012 bis September 2012 durchgeführt.