Rund sechs Monate nach ihrer Vorstellung kann sich EtherCAT – die Beckhoff-Lösung für ein bis auf die Sensor-/Aktorebene reichendes, echtzeitfähiges Ethernet – nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen: Zur offiziellen Gründung der Ethercat Technology Group haben bereits über 30 Firmen ihre Mitarbeit zugesagt, darunter auch viele namhafte Anwender.
„Die Grundlagenentwicklung unseres Ethercat ist nun weitgehend abgeschlossen und erste Pilotanwendungen haben die Vorteile im praktischen Einsatz nachgewiesen“, betonte Hans Beckhoff auf der SPS/IPC/DRIVES-Pressekonferenz. Mit Gründung der Ethercat Technology Group (ETG) wird nun die zweite Phase eingeläutet – die Offenlegung. Dazu der Firmenchef: „Jeder soll Ethercat später nutzen und implementieren können.“ Innerhalb der ETG können die Mitglieder nun ihre Vorstellungen und Anregungen einbringen und mit den Spezialisten von Beckhoff diskutieren. „Die endgültige Entscheidung, welche Themen dann in das ASIC implementiert werden, wollen wir allerdings nicht aus der Hand geben“, betonte Beckhoff. Und das aus gutem Grund, gibt es doch genug Beispiele, wie gute Technologieansätze in Vereinen und Gruppierungen so lange diskutiert wurden, bis sie nicht mehr zu erkennen waren oder Wettbewerber aufholen konnten.
Beckhoff weiter: „Mit dem ASIC folgt die Offenlegung der Ethercat-Basistechnologie, die man dann natürlich auch um spezielle Funktionen erweitern kann.“ Den Abschluss der Technologierunde taxiert er auf das späte Frühjahr und die ersten ASICs auf Ende 04. Darauf aufbauende Produkte sind laut Roadmap bereits für Mitte 2005 geplant. Die verfügbaren Produkte und damit realisierten Applikationen laufen derzeit noch auf FPGA-Basis.
Für den Praxisbezug werden sicherlich die Anwender sorgen, darunter echte Schwergewichte wie Applied Materials Inc., Bruderer AG, Continental AG, Heesemann GmbH, Husky Injection Molding Systems Ltd., Imperial Tobacco Ltd., Komax AG, Müller Weingarten AG, Schmidhauser AG oder Schuler AG. „Und die Systempartner aus dem Automatisierungsumfeld sorgen mit ihrem Feedback für die einfache Integration der Hardware- und Software-Bausteine in alle erforderlichen Geräteklassen“, so Beckhoff.