Nahmen an der Einweihung teil (v.l.n.r.):  Marco Schütz (Geschäftsführer LIST), Dr. Ulrich Reuter (Landrat Aschaffenburg), Sven Bauer (CEO BMZ), Daniel 
Fabbiano (Werkleiter BMZ), Winfried Bruder (Bürgermeister Karlstein).

Nahmen an der Einweihung teil (v.l.n.r.): Marco Schütz (Geschäftsführer LIST), Dr. Ulrich Reuter (Landrat Aschaffenburg), Sven Bauer (CEO BMZ), Daniel
Fabbiano (Werkleiter BMZ), Winfried Bruder (Bürgermeister Karlstein). BMZ

Bis 2020 will BMZ auf dem insgesamt 55.000 m2 großen neuen Betriebsgelände die Errichtung noch vier weitere Produktions-, Labor -und Bürogebäuden mit einer Gesamtfläche von rund 15.000 m2 bauen. Nach Abschluss dieser Baumaßnahmen werden dann allein am Standort Karlstein-Großwelzheim bis zu 1500 BMZ-Mitarbeiter jährlich bis zu 800 Millionen Lithium-Ionen-Batterien unterschiedlicher Größe mit einer Speichergesamtleistung von rund 30 GWh fertigen.

Aktuell stehen BMZ in seinen eigenen Fabriken in Deutschland, China, USA und Polen rund 120.000 m2 Produktionsfläche zur Verfügung. Wie Firmengründer und -inhaber Sven Bauer anlässlich der offiziellen Eröffnungsfeier für die beiden neuen Gebäudekomplexe betonte, markiere das Großprojekt in Karlstein-Großwelzheim mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 80 Millionen Euro nun einen weiteren wichtigen Meilenstein in der über 20-jährigen Firmengeschichte.

Sven Bauer ist CEO bei BMZ.

Sven Bauer ist CEO bei BMZ. BMZ

„In der aktuellen Diskussion über die Förderung von Elektroautos geht oft unter, dass Lithium-Ionen-Batterien auch in E-Bikes, Elektrowerkzeugen, Gartengeräten, Energy Storage Systemen, Flurfahrzeugen, Baggern und so weiter zum Einsatz kommen. Anders als bei den Elektroautos erleben wir in vielen dieser Bereiche derzeit einen wahren Nachfrageboom, und wir gehen davon aus, dass der Bedarf in diesen Segmenten in den nächsten Jahren je nach Anwendungsbereich weiterhin zwischen 15 und 30 Prozent per anno zulegen wird“, erklärte Bauer und fordert: „Das Marktpotential für Akku-betriebene Geräte ist riesig. Umso wichtiger ist es aus unserer Sicht, in Deutschland mit vereinten Kräften baldmöglichst auch eine eigene Fertigung für Lithium-Ion-Zellen aufzubauen. Nur so lassen sich langfristig die Abhängigkeitsrisiken von den wenigen, fast ausschließlich asiatischen Zellherstellern reduzieren“, fordert Bauer.

BMZ auf dem Weg zu Europas größter Lithium-Ionen-Batterienfertigung. Hier zu sehen das Werk in Karlstein-Großwelzheim.

BMZ auf dem Weg zu Europas größter Lithium-Ionen-Batterienfertigung. Hier zu sehen das Werk in Karlstein-Großwelzheim. BMZ

Als ersten Zwischenschritt will BMZ eine eigene extrem leistungsfähige Zelle auf den Markt bringen, die voraussichtlich gegen Ende des Jahres als Prototyp verfügbar sein soll. Die Zelle hätte im Standardformat 18650 durch eine 100% höhere Lebensdauer, 68% mehr Leistung, 88% mehr Energie, 400% mehr Ladestrom und bis zu 60% mehr Kapazität.