Ein außerordentlich attraktiver Wachstumsmarkt bietet sich den Herstellern von Informations- und Unterhaltungselektronik für die Ausstattung von Kraftfahrzeugen. Nach einer neuen Analyse von Frost & Sullivan soll der Umsatz auf dem Europamarkt für In-Car-Infotainment-Technologien von gegenwärtig 2,6 Milliarden Euro bis 2010 auf mehr als neun Milliarden Euro ansteigen.


Dabei werden neue Angebote auch in Zukunft für eine überdurchschnittliche Innovationsrate in diesem Bereich sorgen und dazu beitragen, Produkte und Dienstleistungen zu verbreiten. Noch gilt das vollständig vernetzte Auto insgesamt als zu teuer und hohe Gerätepreise bremsen bisher den Einsatz von Infotainment-Systemen.


„Allmählich dürfte die Infotainment-Technologie – bereits jetzt ein erstklassiger umsatzfördernder Differenzierungsfaktor – auch eine breitere Einführung erleben und den Anbietern hohe Gewinnmargen sichern, da immer mehr anspruchsvolle Kunden bereit sind, viel Geld für eine höhere Wiedergabequalität und bessere Informationsdienste zu zahlen“, heißt es in der Studie. „Die ständig steigende Verkehrsdichte und der Wunsch der Autofahrer nach möglichst ungehindertem Fahren dürften für eine kontinuierlich wachsende Nachfrage nach modernen Routenplaner-Funktionen sorgen, was schließlich zu einer größeren Verbreitung der Off-Board-Navigation führen wird“, erläutert Christian Mueller, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan.


Die Off-Board-Navigation greift via UMTS auf kartographische Daten zu und wird den europäischen Navigationsmarkt voraussichtlich erheblich verändern.“Mit der Einführung neuer Systeme für die unteren Preisklassen wird sich der Absatz bei Navigationsgeräten bis 2010 vervierfachen“, erklärt Mueller.