Besonders deutliche Wachstumsimpulse kommen von Anwendungen, die auf eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes und erhöhte Sicherheit gerichtet sind. Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die EU zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes verpflichtet.


Die EU-Kommission hat dazu eine Vereinbarung mit der ACEA erzielt, in der sich die europäischen Autohersteller selbst verpflichten, den durchschnittlichen Kohlendioxidausstoß von PKW und Transporter bis 2008 um 25 Prozent zu reduzieren. Durch Umweltstandards, die 2005 in Kraft treten, sind erhebliche Zuwächse beim Einsatz von Gassensoren wie Lambda-Sonden und Stickoxidsensoren zu erwarten.


Sicherheit als Wachstumssegment


Daneben treiben die steigenden Anforderungen an Fahrzeugdiagnostik und -überwachung treiben die Entwicklung der Sensortechnologie weiter voran. Innovative Hochleistungs- und Sicherheitsmerkmale wie weiterentwickelte elektronische Bremssysteme, elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) und elektronisches Fahrwerk werden das Wachstum stimulieren. Verbesserte Kraftstoff-, Motor- und Antriebs-Management-Systeme, zum Beispiel Kraftstoffeinspritzsysteme, und der Umstieg auf X-by-wire-Technologien sollen dem Markt für Kfz-Sensoren zusätzliche Impulse verleihen. Haupteinsatzfeld: Antriebsstrang Im Jahr 2002 entfielen 39,6 Prozent des Gesamtumsatzes mit Kfz-Sensoren auf Anwendungen im Bereich des Antriebsstranges. Dieser Anteil soll bis Ende des Prognosezeitraums auf 29,4 Prozent absinken, da andere Sektoren wie Abgassysteme und Fahrerunterstützung verstärktes Wachstum verzeichnen.


 Am deutlichsten dürfte der Marktanteil von Sensoren für Fahrerassistenzsysteme zulegen. Nicht zuletzt durch die zyklische Bewegung der gesamten Automobilbranche befinden sich zahlreiche Sensorenanwendungen gegenwärtig an der Schwelle zur Marktreife. Eine Belebung des Umsatzwachstums wird daher vor allem von den Segmenten erwartet, die schnelles Wachstum der Implementierungsraten und dementsprechende Preissenkungen verzeichnen, wie das bei Sensoren für Reifenluftdrucküberwachung und Fahrerassistenzsysteme der Fall ist. Negativ auf das Marktwachstum könnte sich die Zusammenfassung von Sensoren für verschiedene Anwendungen in einer komplexen Einheit auswirken. So werden etwa durch den breiten Einsatz von TMAP-Sensoren (Kombinationssensoren für Temperatur und Druck) weniger vielseitige Produkte verdrängt.


Enge Margen und sinkende Preise


Unternehmen wiederum, die sich auf Nischenmärkte spezialisieren, sollten ihre Strategien überprüfen, um ihre Position auf einem zunehmend umkämpften Markt zu stärken, wo große Anbieter von Sensoren und Sensorensystemen dominieren, die kostengünstig große Stückzahlen herstellen und kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investieren können. Die Sensorenbranche verzeichnet große Bestellvolumina, enge Gewinnmargen und sinkende Preise. Um überleben zu können, müssen die Hersteller ihre Effizienz in allen Geschäftsbereichen, vor allem aber in der Fertigung, maximieren.


Bosch unbestrittener Marktführer


Unbestrittener Marktführer mit 20 Prozent des Gesamtabsatzes in Europa im Jahr 2002 ist die Firma Bosch. Das Unternehmen ist besonders stark in den Bereichen Lambda-Sonden für Abgassysteme, Ansaugunterdruckfühler und Luftmassenmesser sowie elektronische Beschleunigungssensoren und Fahrerassistenz-Sensoren. Dahinter folgen Siemens VDO und Delphi Automotive.