China ist der größte Automobilmarkt der Welt“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung. „Mit unserem neuen Werk in Nanjing reagieren wir auf die steigende Nachfrage nach Lösungen für automatisiertes und elektrisches Fahren in China.“ Auf diese Weise könne man seinen Kunden in China Produkte und Services bieten, die auf die Bedürfnisse des lokalen Marktes zugeschnitten seien.

iBooster

Bosch reagiert mit dem neuen Werk im südostchinesischen Nanjing auf die gesteigerte Nachfrage nach Lösungen für automatisiertes und elektrisches Fahren in China, sagt Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. Bosch

Der elektromechanische Bremskraftverstärker iBooster ist mit allen Antriebskonzepten kompatibel, kommt jedoch insbesondere bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen zur Anwendung. Durch eine laut Unternehmen nahezu vollständige Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation) soll er eine höhere Reichweite für das elektrische Fahren als üblich ermöglichen und dank schnellem Druckaufbau kürzere Bremswege bei automatischen Notbremsungen.

Boschs neues Werk in Nanjing soll zudem mit Industrie 4.0-Lösungen ausgestattet werden. So soll beispielsweise das digitale Produktionskontrollsystem schnellere Reaktionen auf kurzfristige Marktentwicklungen und einen Überblick über alle Bereiche der Wertschöpfungskette in Echtzeit erlauben. Mit dem Ziel, vernetzte Fertigung in China voranzutreiben, kooperiert Bosch mit dem Development Research Center (DRC) des chinesischen Staatsrats. Generell investiert der Konzern derzeit verstärkt in das Land: Seit April 2017 fertigt Bosch an einem neuen Standort für Bosch Automotive Electronics in Wujin Elektronikkomponenten für das automatisierte Fahren sowie für vernetzte Produkte. Ende dieses Jahres soll in Wuhu ein neues Werk für den Bereich Car Multimedia die Produktion aufnehmen.