• 2.)    Ohne Lidar funktioniert automatisiertes Fahren aus der aktuellen Sicht nicht, so dass Bosch unbedingt ein Lidar braucht, um am Zukunftsmarkt autonomes Fahren und seinen Vorstufen zu partizipieren. Eine Komplettierung des Portfolios beim Weltmarktführer ist somit quasi ein absolutes Muss; es ist nur noch eine Frage des Wann, Wo und „Mit wem“.
  • 3.)    Die indirekte Antwort darauf gab Bosch im Februar diesen Jahres durch eine Investition seiner Tochter Robert Bosch Venture Capital GmbH in Höhe von 10 Million US-Dollar in das amerikanische Unternehmen Tetravue, das seinen Firmensitz bei Carlsbad südlich von Los Angeles hat. Tetravue arbeitet an „Solid State HD Lidar“.
  • 5.)    Wer bei Google nach „Bosch Lidar“ sucht, der findet mit Top-Rankings sehr viele Stellenanzeigen für Funktions- und Systementwickler für diverse Standorte des Unternehmens.
  • 6.)    Silicon Saxony wies ebenfalls in einem Newsletter darauf hin, dass „Bosch in Sachsens Landeshauptstadt die größte Investition seiner Firmengeschichte“ plane:„Mehr als eine Milliarde Euro fließen in ein neues Mikroelektronikwerk in Dresden. Etwa 700 Arbeitsplätze sollen am Standort entstehen. Zielmärkte sind der Bereich des autonomen Fahrens sowie das Internet der Dinge (IoT). Der Produktionsstart ist für 2021 vorgesehen“, schreibt Silicon Saxony in seinem Newsletter. Und da am 19./20.6.2017 der Silicon Saxony Day stattfindet, passt eine derart hochkalibrige Ankündigung natürlich besonders gut.

Warum will Bosch Lidar selbst bauen?

Tetravue hat sich auf HD-Lidar spezialisiert, und Bosch hat in Tetravue investiert.

Tetravue hat sich auf HD-Lidar spezialisiert, und Bosch hat in Tetravue investiert. Tetravue

Diese Meldungen sorgten dafür, dass auch wir das Thema so explizit aufgreifen – und wenn Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner auf dem schon seit langem ausgebuchten 21. Fachkongress Fortschritte in der Automobil-Elektronik am 26.6.2017 seine Keynote vor den Top-Entscheidern der Branche halten wird, dann dürfte auch das Thema „Bosch Lidar“ auf dem Programm stehen, und damit wird der Bosch-Chef auch die Antwort geben, warum Bosch Lidar in Eigenregie realisiert.

Ein interessantes Faktum am Rande: Nachdem die Meldung in der Süddeutschen Zeitung über die geplante Bosch-Investion erschien, schaute die Redaktion sofort auf der Website der Sächsischen Zeitung manuell (ohne Nutzung einer Suchfunktion) in deren Wirtschaftsteil nach der Originalmeldung – und direkt daneben erschien eine Anzeige des Lidar-Sensor-Spezialisten Leddartech.

Was macht das Untenehmen Tetravue, in das Bosch investiert hat, eigentlich so interessant?

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