Die Brose-Unternehmensgruppe übernimmt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden die Elektromotoren-Sparte der Continental AG. Die Transaktion umfasst das Geschäft mit Elektromotoren für Fensterheber, Antiblockiersysteme (ABS/ESC), Heizung/Lüftung, Motorkühlung und elektrische Servolenkungen.

Die Aktivitäten der Business Unit Electric Motor Drives in Würzburg und Berlin sowie die Entwicklungsbüros in Nürnberg und der Standort Oldenburg gehen dabei auf den Käufer über. Die ebenfalls in Berlin ansässigen Hybridaktivitäten sind von dieser Transaktion nicht betroffen.

Hinzu kommen sechs Werke in La Suze/Frankreich, Gainesville/USA, Reynosa/Mexiko sowie in Shanghai, Zhangjiagang und Chanchun (alle China). An den Standorten Trutnov/Tschechien, Budapest/Ungarn und Salto/Brasilien werden lediglich einzelne Produktionslinien veräußert. Ingesamt beschäftigte Continental in der Elektromotoren-Sparte rund 4.200 Mitarbeiter und erzielte in 2007 einen Umsatz von 740 Millionen Euro.

Mit der Akquisition der Elektromotoren-Sparte von Continental will Brose nach dem Erwerb des Geschäfts mit Türschlössern von Bosch im Jahr 2003 seinen Vorsprung für mechatronische Systeme in der Automobilkarosserie weiter ausbauen. „Die Eigenfertigung von Kernkomponenten in einem definierten Umfang gehört genauso zu unserer Strategie, wie die schrittweise Erweiterung unseres Programms mit zukunftsträchtigen Erzeugnissen. Beides ist mit dem erworbenen Motorengeschäft ideal möglich“, so Jürgen Otto, Vorsitzender der Brose-Geschäftsführung. „Brose ist der führende Hersteller von Fensterhebern, Türsystemen und Sitzverstellungen und mit jährlich über 70 Millionen Einheiten der weltweit größte Abnehmer von Elektromotoren.“

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