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Industrie 4.0 zum Anfassen erlebte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch des Elektronikwerks von Siemens in Amberg (v.l.n.r.): Prof. Dr. Karl-Heinz Büttner, Leiter des Elektronikwerks Amberg von Siemens; Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bun
Sichtlich beeindruckt war Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang im Elektronikwerk Amberg. Ihr zur Seite stand Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands von Siemens.
Prof. Dr. Karl-Heinz Büttner, Leiter des Elektronikwerks Amberg der Siemens (l.), führt Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands von Siemens, durchs Werk, das als Paradebeispiel für Produ

Hohen Besuch erhielt das Elektronikwerk von Siemens im bayerischen Amberg am 23. Februar 2015: Bundeskanzlerin Angela Merkel informierte sich vor Ort über den aktuellen Stand der Produktionsautomatisierung in Richtung Industrie 4.0. Schon heute kommunizieren im Elektronikwerk Amberg Produkte mit Maschinen und sämtliche Prozesse sind IT-optimiert und -gesteuert. „Amberg ist der beste Beweis, dass Hochtechnologie und Spitzeninnovation den Standort Deutschland langfristig und nachhaltig sichern kann“, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands von Siemens. „Unser Elektronikwerk ist das Idealbeispiel für eine Digitale Fabrik und zeigt, dass Siemens beim Thema Industrie 4.0 bereits in der Umsetzung ist. Dem tragen wir auch mit unserem seit 1. Oktober 2014 etablierten Organisationsmodell der „Digitalen Fabrik“ als Division im Unternehmen Rechnung.“

Das Elektronikwerk Amberg ist das Vorzeigebeispiel für die Anwendung der „Digital Enterprise“ von Siemens. Hier wird heute schon produziert, wie es in einigen Jahren in vielen Fertigungswerken Standard sein wird. Die Produkte steuern ihre Fertigung selbst. Sie teilen den Maschinen über den Produktcode mit, welche Anforderungen sie haben und welche Produktionsschritte als nächstes nötig sind. In Amberg ist die Fertigung auf dem Weg zur Zukunft schon gut vorangekommen. Künftig werden die reale und virtuelle Welt in der Produktion noch enger verschmelzen, Produkte miteinander und mit den Maschinen kommunizieren und ihre Produktionswege optimieren. Fabriken werden in der Zukunft noch flexibler als heute individuelle Einzelprodukte fertigen und eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielen: In kurzer Zeit, zu niedrigen Kosten bei höchster Qualität.

Die Fertigung funktioniert weitgehend automatisiert. 75 Prozent der Wertschöpfungskette bewältigen Maschinen und Computer eigenständig, für ein Viertel der Arbeit sind die Mitarbeiter zuständig. Nur zu Fertigungsbeginn wird das Ausgangsbauteil, eine unbestückte Leiterplatte, von menschlicher Hand berührt – ein Mitarbeiter legt es in die Produktionsstraße. Von nun an läuft alles maschinengesteuert. Bei der Entwicklung von Produkten und Produktionsprozessen, bei der Produktionsplanung oder auch bei unerwarteten Zwischenfällen bleibt der Mensch allerdings auch weiterhin unverzichtbar. Jährlich stellt die Fabrik rund 15 Mio. Simatic-Produkte her. Bei 230 Arbeitstagen pro Jahr bedeutet das: Jede Sekunde verlässt ein Produkt das Werk.