"Mit Mittelstand 4.0 wollen wir kleine und mittlere Unternehmen sensibilisieren, informieren, qualifizieren und ihnen praxisnah konkrete Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten von Industrie-4.0-Anwendungen bieten", sagte Sigmar Gabriel.

„Mit Mittelstand 4.0 wollen wir kleine und mittlere Unternehmen sensibilisieren, informieren, qualifizieren und ihnen praxisnah konkrete Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten von Industrie-4.0-Anwendungen bieten“, sagte Sigmar Gabriel.Bundesregierung/Bergmann

Bundesminister Sigmar Gabriel teilte mit, dass zunächst fünf Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren entstehen werden. Zwei sollen noch in diesem Jahr starten, drei weitere Anfang des kommenden Jahres. Für das Handwerk soll ein Kompetenzzentrum bereits in Kürze folgen. Mittelständische Unternehmen erhalten durch die Kompetenzzentren Unterstützung bei der Digitalisierung sowie der Anwendung von Industrie 4.0 durch praxisnahe Lösungen. Als Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ plant Gabriel, die Anzahl der Zentren im nächsten Jahr auf bis zu 16 zu erhöhen.

Ergänzend will die Bundesregierung vier Mittelstand-4.0-Agenturen aufbauen, die sich auf Digitalisierungs-Know-how in den Bereichen Cloud-Computing, Handel, Prozesse sowie Unternehmenskommunikation fokussieren.

Die Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren

  • Berlin/Brandenburg unter der Leitung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschland
  • Hessen (Darmstadt) unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt, Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen
  • Niedersachsen (Hannover) unter der Leitung der Leibnitz Universität, Produktionstechnisches Zentrum
  • Nordrhein-Westfalen (Dortmund) unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik
  • Rheinland-Pfalz (Kaiserslautern) unter der Leitung des Technologie-Initiative Smart Factory KL

Die Mittelstand-4.0-Agenturen

  • „Cloud“ unter der Leitung des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, unterstützt bei Fragen des Einsatzes und der Verbreitung von Cloud-Computing-Technologien
  • „Prozesse“ unter der Leitung des FTK Forschungsinstituts für Telekommunikation und Kooperation in Dortmund leistet Hilfe beim Einsatz von digitalem Prozess- und Ressourcenmanagement
  • „Kommunikation“ unter der Leitung der BSP Business School Berlin trägt zur Verbreitung digitaler Kommunikationsprozesse, Wissensmanagement, E-Learning und Innovationsmanagement bei
  • „Handel“ unter der Leitung des ifH Institut für Handelsforschung in Köln beantwortet Fragen zu neuen Technologien im digitalen Handel wie zur E-Rechnung und zum Produktionsverbindungshandel